Dachgeschoss

25. January 2011 | Teilen auf:

Wärmeloch gestopft

Energetische Sanierung | Durch das Verlegen eines Dachbodendämmelements sorgte das Wasser- und Schifffahrtsamt in Wilhelmshaven für eine Heizkostenreduzierung und erfüllte die Anforderungen der EnEV 2009.

Es besteht aus einer 10 mm dicken Gipsfaserplatte und einer Hartschaumplatte EPS DEO 150 WLG 035. Durch das Format von 50 × 100 cm sowie durch die Ausstattung mit einer Nut-und-Feder-Verbindung lässt es sich bequem handhaben. Im vorliegenden Fall konnten mit dem 150 mm dicken Element die Anforderungen der EnEV 2009 für Stahlbetondecken (max. Wärmedurchgang 0,24 Watt/[m²/K]) erfüllt werden. Die Verarbeitung erfolgte schnell und einfach: Die Elemente wurden per Lkw zur Baustelle geliefert und mit dem Autokran auf den Speicher des dreistöckigen Gebäudes gehoben. Dazu wurden die Paletten von den Mitarbeitern des ausführenden Zimmereibetriebs Erich Runge auseinandergenommen und das Dach ein Stück weit geöffnet.Die Verlegung erfolgte im schleppenden Verband direkt auf dem ebenen Betonboden. Wegen der Nut-und-Feder-Verbindung wurden dabei die Elemente ohne zusätzliche Verklebungen oder Verschraubungen ineinandergeschoben. Für die erste Verlegereihe wurde die überstehende Feder abgesägt. Das Endstück einer jeden Reihe wurde mit dem Fuchsschwanz auf die passende Länge zugeschnitten. Das Reststück war dann das erste Element in der nächsten Reihe. Um Kreuzfugen zu vermeiden, wurde bei der Verlegung ein Fugenversatz von mindestens 20 cm eingehalten. Pass-Stücke ließen sich sauber und exakt mit baustellenüblichem Werkzeug in den benötigten Abmessungen zuschneiden. Die darunter liegenden Büroräume wurden durch die Dämmarbeiten nicht beeinträchtigt. Nachdem die Fläche geschlossen war, wurden offene Rand- und Anschlussfugen mit einem Montageschaum geschlossen, um Wärmebrücken zu vermeiden. Entstanden war eine belastbare und sofort begehbare Bodenfläche, die auch eine Nutzung als Abstellraum und die Lagerung leichter Gegenstände ermöglicht. Gleichzeitig hat sich die Behörde damit die Option erhalten, den Dachboden später zu Büros auszubauen. In dem Fall müsste lediglich eine zusätzliche Lage Fermacell Gipsfaserplatten auf den Dachboden-Elementen verklebt und verschraubt werden. Insgesamt konnten die Arbeiten für die rund 2500 m² große Fläche innerhalb von 14 Tagen abgeschlossen werden. Täglich waren auf der Baustelle zwei bis vier Mitarbeiter tätig.

zuletzt editiert am 23.02.2022