CityCube
Die Außendecke des kubischen Gebäudes ist 2.300 m² groß. Das bietet genügend Angriffspunkte für Wind und Wetter. Statik und Korrosionsschutz hatten Priorität.

Decke

9. September 2014 | Teilen auf:

Unterdecke im Aussenbereich: Gegen Wind und Wetter

Mit dem CityCube hat Berlin eine markante neue Messe- und Eventhalle. Die große umlaufende Außendecke wurde mit besonderen Maßnahmen vor Windlast und Korrosion geschützt. (Foto: Knauf Aquapanel/E. Reinsch)

Dominiert wird die Architektur des CityCubes von einer klaren Formensprache. Die oberen Etage sind in einem langgestreckten Kubus untergebracht, der auf dem unteren, stark zurückgesetzten Geschoss zu schweben scheint. So entsteht ein großzügiger umlaufender Wandelgang, bei dem alle Vorschriften zum Korrosionsschutz und zu Windlasten berücksichtigt werden mussten.

Um dem Korrosionsschutz Rechnung zu tragen, wurde hier eine C3-beschichtete Unterkonstruktion (Profile und Zubehör von Protektor) eingesetzt. Produkte der Korrosivitätsklasse C3 (nach DIN EN ISO 12944) sind für Außenbereiche in der Stadt mit mäßiger Luftverunreinigung, wie sie in Berlin anzunehmen ist, die richtige Wahl. Für stärker belastete Bereiche, wie Schwimmbäder oder Chemieanlagen, sind Unterkonstruktionen der Korrosivitätsklasse C5-M einzusetzen. Diese dürfen selbst in schwierigsten Klimabedingungen (z.B. Offshore-Bereiche) eingesetzt werden.

Eine Tabelle listet die Korrosionschutzklassen und erläutert mögliche Einsatzbereiche.

Korrosionsschutz
Von C-Deckenprofilen über Kreuzschnellverbinder und von Noniushängern bis zu Sicherungsklammern wurden nur Teile mit entsprechendem Korrosionsschutz verwendet.

Die Unterkonstruktion wurde auch hinsichtlich der Windkräfte durch Experten von Protektor bemessen und statisch nachgewiesen. Der zu berücksichtigende Windsog und die maximale Winddrucklast waren beträchtlich. Bei der Berechnung mussten auch die unterschiedlichen Abhängehöhen beachtet werden, denn kürzere Hänger können größere Druckkräfte aufnehmen als Hänger mit größerer Länge. Die erheblichen Windlasten am Wandelgang des Citycubes konnten nur durch eine Unterkonstruktion mit geringeren Hängerabständen von bereichsweise nur 22 cm und einzelnen schräg angeordneten Hängern zur Aufnahme von horizontalen Lastkompenenten kompensiert werden.

Die Unterkonstruktion wurde auch hinsichtlich der Windkräfte durch Experten von Protektor bemessen und statisch nachgewiesen. Der zu berücksichtigende Windsog und die maximale Winddrucklast waren beträchtlich. Bei der Berechnung mussten auch die unterschiedlichen Abhängehöhen beachtet werden, denn kürzere Hänger können größere Druckkräfte aufnehmen als Hänger mit größerer Länge. Die erheblichen Windlasten am Wandelgang des Citycubes konnten nur durch eine Unterkonstruktion mit geringeren Hängerabständen von bereichsweise nur 22 cm und einzelnen schräg angeordneten Hängern zur Aufnahme von horizontalen Lastkompenenten kompensiert werden.

CityCube Unterdecke
Beplankt wurde die Unterdecke schließlich mit den Zementbauplatten Knauf Aquapanel Cement Board Outdoor.

Die gesamte Außendecke wurde schließlich mit Zementbauplatten (Knauf Aquapanel) versehen, die speziell für den Außeneinsatz konzipiert sind. Die nächsten Arbeitsschritte umfassten das Verspachteln der Fugen mit dem zum System gehörenden Fugenspachtel, inklusive eingelegtem Armierungsband. Danach wurde die Fläche mit dem ebenfalls zum System gehörenden Klebe- und Armiermörtel vollflächig erneut gespachtelt und geglättet. Die Anschlüsse an die Pfosten-Riegel-Fassade innen und die Sandwich-Fassade an der Außenkante der Decke wurden mit VKP-Quellband abgedichtet.

zuletzt editiert am 23.02.2022