Dachgeschoss

14. October 2010 | Teilen auf:

Schallschutz: Dachfläche - Schall-Platte

Schallschutz von 35 dB bis zu 50 dB verlangt die DIN 4109 je nach Lage des Hauses für die Dachfläche eines bewohnten Dachgeschosses.

Das Dach muss zum einen seine Aufenthaltsräume wirksam gegen von außen einwirkenden Lärm schützen, zum anderen muss es als flankierendes Bauteil von Trennwänden auch eine ausreichende Längsschalldämmung aufweisen, um Schallübertragung innerhalb eines Hauses von Wohnung zu Wohnung weitgehend zu vermeiden. Je nach Lage des Gebäudes (vorhandene Außenlärmbelastung) ist nach DIN 4109 für die Dachfläche in der Regel ein resultierendes bewertetes Bauschalldämm-Maß (einschließlich Fensterflächen) von R''w,res = 35-50 dB erforderlich.

Konstruktionen mit Metallunterkonstruktionen erreichen bewertete Schalldämmwerte Rw,R von ca. 48 dB (12,5 mm GK-Beplankung) bis 55 dB (2 x 18 mm GK-Beplankung) unter der Maßgabe, dass ein offenporiger Faserdämmstoff (mindestens 160 mm) eingesetzt wird und die Metallprofile entkoppelt an den Sparren befestigt werden (Einsatz von Federschienen, federnde Befestigungsclips oder entkoppelte Direktabhänger mit Gummiunterlagen bei der Befestigung von CD-Profilen). Die Bekleidung ist dicht auszuführen. Eine größere Masse und Zweischaligkeit wirken sich auf die Schalldämmung positiv aus. Größere Dämmstoffdicken ermöglichen eine weitere Verbesserung der Schalldämmung (bei Versuchen wurden ca. 1 dB je 2 cm höherer Dämmstoffdicke als ungefähre Werte ermittelt).

Bei Verwendung von geschlossenzelligen Hartschäumen (Styropor) ist die Schalldämmung bei ansonsten gleichen Konstruktionsaufbauten erheblich niedriger. Bei einer 12,5 mm dicken Gipsplattenbeplankung wurde trotz entkoppelter Abhängung mit 160 mm PS-Schaum nur ein Wert von Rw,R = 35 dB gemessen.

zuletzt editiert am 23.02.2022