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Decke

18. October 2010 | Teilen auf:

Mehr als nur Behaglichkeit

Strahlungsheizungen und -kühlungen bieten nicht nur ein angenehmeres Klima in Büro- und Wohngebäuden. Wenn Sie sich für die Rolle von Strahlungsheizungen innerhalb des Themas "Gesamtenergiebilanz eines Hauses" interessieren, stellen wir Ihnen interessante Aspekte vor.

Spätestens seit der neuen EnEV 2000 ist es eindeutig, dass die Energiebilanz eines Hauses sich aus zwei Komponenten zusammensetzt: Einerseits der Energie, die durch die (unzureichende) Wärmedämmung verloren geht und zum anderen durch die zum Heizen benötigte. Es gilt nämlich die Formel:

Jahres-Gesamtenergiebedarf = J.-Heizenergiebetrag + J.-Heizwärmebedarf

Damit rücken Dämmstoffe und Haustechnik gemeinsam ins Blickfeld, wenn es um Niedrigenergie-Standard oder Passivhaus-Technik geht.

In der Haustechnik hat sich in den vergangenen Jahren technisch viel verändert. Diejenigen Haustechnik-Systeme, die mit Hilfe kalter oder warmer Luftströme funktionierten, wurden Zug um Zug durch solche abgelöst, die ohne Speichermedium auf der Basis von Strahlung arbeiten.

An der Decke haben Kühlsysteme Klimaanlagen weitgehend abgelöst. Da ihre Luftwechselraten geringer sind als bei Klimaanlagen, verbrauchen sie weniger Energie. Am Boden setzen sich Fußbodenheizungen gegenüber Systemen mit Konvektoren durch. In beiden Fällen liegt der Energievorteil in der großflächigen Wärmestrahlung und dem Fehlen von Luftströmen.

Vor Jahren noch ging den Strahlungssystemen der Ruf voraus, sehr kostspielige Anlagen zu sein. Dies war insofern richtig, als es sich dabei in der Regel um Heizsysteme handelte, die klassische, auf Konvektion basierende Systeme, ergänzen, aber nicht ersetzen konnten. Zu Buche schlugen deshalb immer die Kosten für eine konventionelle und eine Strahlungsheizung. Um ausschließlich mit diesen Systemen zu heizen, hatten die Gebäuden noch zu schlechte Energiebilanzen.

Inzwischen sind diese bereits so verbessert, dass selbstverständlich ausschließlich mit Strahlungssystemen geheizt und gekühlt werden kann.

Und in Pilotprojekten ist es inzwischen bereits gelungen, durch Wärmedämmung und Wärmerückführung die Energiebilanz von Häusern so günstig zu gestalten, dass der Verzicht auf den Einsatz fossiler Brennstoffe in Reichweite kommt. Genutzt wird die Energie der Sonne und der Erde. Voraussetzung dafür aber ist, dass mit vergleichsweise niedrigen Vor- und Rücklauftemperaturen der Heizsysteme bzw. Kühlsysteme gearbeitet wird. Dafür allerdings werden so große Heiz- bzw. Kühlflächen benötigt, wie sie nur die Strahlungssysteme an Decke, Wand und Boden zur Verfügung stellen können.

Auch wenn nicht überall sofort Passivhausstandards umgesetzt werden: Je mehr die gesamtheitliche Betrachtung von Energiebilanzen zur Regel wird, um so mehr werden Strahlungssysteme zur Standardausrüstung von Büro- und privaten Wohnhäusern werden.

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zuletzt editiert am 23.02.2022