Lignotrend

Wohnraum

29. September 2010 | Teilen auf:

Holzständer-Trennwand - Klammern statt schrauben

Ein neues Trennwandsystem in Holzständerbauweise (uni*versa von Lignotrend) ermöglicht die wirtschaftliche Realisierung von Trockenbauwänden in Neubau- und Sanierungsobjekten.

Bei der Montage der Beplankung kann dabei auf das Schrauben verzichten und stattdessen rationell geklammert werden. Die hölzernen Trennwandständer sind durch ihren Aufbau verwindungsfrei und schalldämmend. Wir zeigen, wie es errichtet wird.

Am Boden, an den angrenzenden Wänden und an der Decke wird zunächst die Position der neuen Trennwand genau markiert. Anschließend wird dort ein Trennstreifen aus Schaumkunststoff verleg t , damit durch die Fugen an den Rändern kein Schall in den nächsten Raum dringt. Das Band wird so angebracht, dass ein schmaler Rand über die Dicke der fertigen Trennwand übersteht. Dort ist die Fuge später elastisch angeschlossen und die Schallübertragung über flankierende Bauteile kann ebenfalls reduziert werden.

Die Trennwandprofile sind 2,60 m lang, 74 mm hoch und 59 mm breit und universell für ein- wie auch für zweischalige Konstruktionen verwendbar. Die I-förmigen Profile werden einfach der Länge nach aufgetrennt, um auch Leisten und Anschlussprofile zu erhalten. So wird zum Beispiel die Fußleiste hergestellt . Für den Randabschluss an der Wand wird ein Trennwandprofil ebenfalls der Länge nach halbiert und z.B. mit geeigneten Dübeln an der Wand befestigt. Als Deckenleiste wird eine hohe Leiste vom Standard-Trennwandprofil abgenommen. Anschließend werden die Wandstiele auf Geschosshöhe zugeschnitten und lose zwischen Fuß- und Deckenleiste gesteckt. Dadurch bleibt die Verbindung g flexibel und der Wandstiel nimmt keine Last auf, erfährt also auch durch Durchbiegung der Deckenbiegungen keine Zwängung.

Die zum System gehörenden Dämmplatten bestehen aus Holzweichfaser. Die 56,6 mal 60,6 cm großen, 20 mm dicken Platten werden in zwei Lagen eingebaut: Für die innere Dämmschicht werden sie während der Montage des jeweiligen Gefachs quer zwischen die Gurte der Ständer gesteckt, für die außenliegende Schicht passen sie hochkant. Die rückseitige Kammer bleibt leer, zum Beispiel für Installationen. In dieser Lage passen die Dämmplatten hochkant zwischen die Ständer. Wichtig für den Schallschutz ist, dass sich die Dämmplatten am Stoß überlappen. Pfiffig ist die zweischalige Ausführung, weil sie Wandstärke spart. Hier werden die Ständer versetzt auf das Fußprofil gesteckt . Die einschalige uni*versa-Trennwand erreicht ein Schalldämmmaß Rw von bis zu 54 dB, die zweischalige bis zu 62 dB.

Zur Beplankung eignen sich Gipsfaserplatten oder Gipskarton. Sie können auf den Holzständern mit Druckluft-Klammergeräten geklammert werden (Bild 15). Diese Methode gestaltet die Arbeiten rationeller als das übliche Verschrauben der Beplankung.

zuletzt editiert am 23.02.2022