Nach dreieinhalb Jahren Verhandlung ist es Peter Graner, dem Geschäftsführer der Fibrolith Dämmstoffe GmbH in Kempenich, gelungen, den größten Einzelauftrag in der Firmengeschichte zu erhalten. Das Unternehmen konnte das mit dem Bau der drittgrößten Moschee der Welt beauftragte chinesische Baukonsortium Chinese State Construction Engineering Cooporation (CSCEC) überzeugen. (Bild: KSB Jürgen Engel Architekten)
Die „Djamaa El Djazair“ bzw. die „Große Moschee von Algier“ umfasst ein Bauvolumen von insgesamt 1,2 Milliarden US-Dollar. Sie entsteht in der Bucht von Algier auf einem 26 ha großen Areal. Der gesamte Komplex der aktuell im Bau befindlichen Moschee in der algerischen Hauptstadt wird komplettiert durch Bibliotheken, ein Kulturzentrum, Kinosäle und Parkhäuser. In diesen Parkhäusern kommen die Produkte vom Traditionsunternehmen aus Kempenich zum Einsatz. Genauer gesagt die Decken werden mit den Dämmplatten „Fibro-THERM-S“ gedämmt. Bei den Platten handelt es sich um Mehrschichtplatten aus PEFC-zertifizierter Holzwolle und einem Kern aus nichtbrennbarer Steinwolle, die laut Garagenverordnung in Großgaragen von über 1000 m² Nutzfläche verwendbar sind.
Die Lieferung eines derart großen Auftrags über eine Zeitspanne von nur wenigen Monaten stellt besondere Herausforderungen an nahezu alle Bereiche des Unternehmens. Die Produktion muss die termingerechte Fertigstellung nach genauen Ablaufplänen sicherstellen; der Innendienst hat die akribische Dokumentenaufbereitung für jeden Versand zu erstellen und schlussendlich folgt der zeitlich genau getaktete Ablauf in der Logistik. Die rund 70 sog. 40 Fuß-Container werden von der Firma Kühne & Nagel in Koblenz kommissioniert und über den Rhein nach Antwerpen in den Seehafen transportiert. Von dort treten sie die Seereise nach Algier an. Die ersten Container sind bereits gepackt und auf dem Seeweg nach Algerien, berichtet das Unternehmen.
