Gemischte Bauabfälle wiederverwenden? Ein Bauunternehmen hat eine Methode entwickelt, mit der alte Baumaterialien recycelt werden könnten.
Mehr als 30 Prozent des Abfalls in der EU und über 40 Prozent der globalen Emissionen werden von der Bauindustrie verursacht. Anfallende Abfälle dieser Branche sind besonders schwer zu bewältigen, da sie sehr unterschiedlich sind und aus verschiedenen Materialien bestehen. Das international agierende Ausbauunternehmen ROM hat gemeinsam mit seinem Partner Practical Innovation die weltweit erste patentierte Technologie entwickelt, um dieses Problem zu lösen. Sie erzeugt ein leistungsfähiges Baumaterial aus bis zu 80 Prozent bisher nicht recycelten Baustellenabfällen – ohne aufwändige Trenn- oder Sortierprozesse. Das Ergebnis ist ein neues tragfähiges Material, das sich nach Angaben des Unternehmens unter anderem für Blöcke, Wände und Trennwände eignet.
Zu den für „MORPHIT“ verwendeten Materialien gehören Beton, Putz, Keramik, Fliesen, Steinmehl, Sand und Glas, die im Rahmen bestehender Fertigungsmöglichkeiten aufbereitet werden. ROM möchte mit dem neuen Verfahren den Bedarf an Rohstoffen reduzieren und den Weg für ein vollständig geschlossenes Bau-Ökosystem ebnen, das neben Rohstoffen auch CO2 einspart, weil weniger Abfall auf einer Deponie endet.
„Unsere Vision ist es, die Bausteine der Zukunft aus Abfall zu erschaffen - indem wir die Zukunft des Bauens transformieren und aus Abfall Neues bauen. Je strenger die Nachhaltigkeitsvorschriften weltweit werden und je größer die Nachfrage nach umweltfreundlicheren Lösungen wird, desto mehr bieten wir der Branche einen praktikablen, skalierbaren Weg, diesen Herausforderungen zu begegnen“, sagt Ariel Avram, CEO von ROM. „Deshalb suchen wir Partner in der DACH-Region, um unsere Lösung umzusetzen und diese nachhaltige Innovation auf den Markt zu bringen.“
