Der TÜV Rheinland und das Sentinel Haus Institut haben ihre Kooperation in Sachen „Wohngesunde Gebäude“ im Rahmen einer Veranstaltungsreihe bekanntgegeben: „Die neue Dimension des gesünderen Bauens und Wohnens“ hieß die Veranstaltung, die am 12.Mai 2016 in Frechen stattfand.
Ein Wohngesundes Haus zu bauen ist nicht unbedingt teurer als ein normales, aber ungleich komplizierter, denn der Projektsteuerer muss eine ganze Reihe von Dingen im Fokus haben:
Da wäre zum einen das Material, das eingebaut wird. Viele Hersteller arbeiten inzwischen ohne die bekannten Schadstoffe Formaldehyd oder PVC, aber noch längst nicht alle Anbieter sind bereit, die von ihnen eingesetzten Komponenten offen zu legen.
Da wären zum einen die Bauprozesse selbst. Es nutzt nichts, wenn die eingebauten Materialien schadstofffrei sind, wenn ein Handwerker, weil es draußen regnet, die Gartenzäune im Haus streicht.
Nur wenn sowohl Materialien als auch Prozesse auf das Ziel ausgerichtet sind, kann der Bauherr in ein Haus einziehen, das schadstofffrei ist. Doch wer als Bauherr für Schadstofffreiheit bezahlt, möchte beim Einzug auch „schwarz auf weiß“ haben, dass das Gebäude schadstofffrei ist. Eine Schadstoffprüfung als Qualitätskontrolle ist also verbindlich.
Diese wird zukünftig der TÜV Rheinland als Kooperationspartner des Sentinel Haus Institutes übernehmen.
„Wir verstehen uns als linke und als rechte Hand des Bauherren bei der Umsetzung seiner Vorstellungen. Der TÜV hat eine allseits geachtete Prüfkompetenz. Das Sentinel-Haus Institut wiederum ist eine erste Adresse, wenn es um die Beratung von Kunden geht.
Mit unserer Kooperation haben wir die Prüfung und die Beratung auf zwei unabhängige Instanzen aufgeteilt. Dadurch sind Interessenskonflikte zu Ungunsten des Bauherrn bereits im Vorfeld ausgeschlossen“, so Peter Bachmann als Geschäftsführer des Sentinel Haus Instituts.
Auch heute schon, können Hausherren wohngesunde Gebäude kaufen. Der Fertighaushersteller Schwörer bietet sie in seinem Katalog an. Wer Massivbauten vorzieht, hat die Möglichkeit, die neue Datenbank des Freiburger Institutes zur Recherche zu nutzen.
