Beim Fachgruppen-Abend Trockenbau der Eurobaustoff am 28. Januar 2016 in Dresden gab es (fast) nur lachende Gesichter: Die Händler meldeten auch für 2015 Erfolgszahlen und Industriepartner wurden geehrt. Eurobaustoff-Geschäftsführer Hartmut Möller kritisierte allerdings auch die im letzten Jahr erratische Preispolitik einiger Industrie-Partner mit scharfen Worten. (Foto: TA)
Das Jahr 2014 war ein sehr gutes Jahr für den Baustoffhandel gewesen, von daher waren die Prognosen für 2015 eher moderat. Man erwartete auch in der Fachgruppe Trockenbau der Eurobaustoff nur ein kleines Wachstum. Tatsächlich schloss man 2015 nun mit einem „leichten Plus“ ab. Dies wurde aber erst im 3. und 4. Quartal eingefahren. Ohne die besonders starken Monate November und Dezember sei dies nicht zu geschaffen gewesen, betonte Eurobaustoff-Geschäftsführer Hartmut Möller auf dem Fachgruppen-Abend im Hilton Hotel in Dresden.
Deshalb sei man mit dem Jahr 2015 auch nicht ganz so zufrieden, wie man es sein könnte, betonte Möller vor rund 220 Gästen, etwa die Hälfte davon Industriepartner. In ihre Richtung ging denn auch seine Kritik. Im Trockenbau und besonders in der Sparte Dämmstoffe waren die Deckungsbeiträge der Händler 2015 nach wie vor stark unter Druck. Das lag nach den Worten Möllers in starkem Maße an der erratischen Produktions- und Preispolitik der Industrie. Insgesamt habe die Dämmstoffindustrie mehr produziert und die Händler hätten mehr Volumen umgesetzt, insgesamt seien die Erlöse aber geschrumpft.
„So kann das nicht weitergehen“, drohte ein sichtlich angefressener Hartmut Möller in seiner knappen Rede in Richtung Hersteller. Bereits im letzten Jahr habe er zu gleicher Gelegenheit mit der „Dachlatte gewinkt“, jetzt, so Möller, schwenke er einen „Baumstamm“. Und er ging weiter: „Wir werden aktiv werden“, schrieb er den Herstellern ins Heft. Wie genau, das ließ er noch offen. Aber er verwies schon einmal auf den neuen Verein zur Förderung des Normenwesens „WIR im Trockenbau“ (siehe TA 1-2/2016). Und mit einem Lächeln fügte er an: „Wir werden auf Sie zukommen bezüglich einer Fördermitgliedschaft.“
Das Duo Metzger/Richter bleibt Fachgruppensprecher
In der vorangehenden Mitgliederversammlung wurde das Sprecherduo Katharina Metzger/Thomas Richter wie erwartet wiedergewählt. Beide erledigen die Aufgabe seit Jahren sehr zur Zufriedenheit der Gesellschafter und haben inzwischen auch Professionalität bei der Moderation der Preisübergabe für die besten Industriepartner entwickelt.
Über den ersten Platz durfte sich in diesem Jahr das Team der Knauf Gips KG freuen. Den zweiten Platz belegte in diesem Jahr der Profilhersteller König. Das Team des mittelständischen Familienbetriebs wurde ausdrücklich als „verlässlicher Partner“ gewürdigt und freute sich wie Bolle über die Auszeichnung. Den dritten Platz belegte Saint-Gobain Isover. Einen Sonderpreis für das lebenswerk bekam der scheidende OWA-Geschäftsführer Mathias Schaper (siehe auch Bericht in TA 1-2/2016).
