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Foto: Trockenbau Akustik

Branche 2011-02-24T00:00:00Z Sicherheit durch Wandel

Die Trockenbau München GmbH und die dazugehörigen Unternehmen werden in eine Stiftung eingebracht. Das ist die überraschende Nachricht, welche die Alleingesellschafterin aller Unternehmensteile am Rande der BAU 2011 in München bekannt gegeben hat. (Foto: Trockenbau Akustik)

Trockenbau München und die dazugehörigen Unternehmen werden in eine Stiftung eingebracht. Das ist die überraschende Nachricht, welche die Alleingesellschafterin aller Unternehmensteile am Rande der BAU 2011 in München bekannt gegeben hat.

"Ich denke, ich handle auch im Namen meines verstorbenen Mannes, wenn ich die Unternehmen in eine Stiftung umwandle und so den Fortbestand der Unternehmen langfristig sicherstelle." Mit diesen Worten verkündete die Eigentümerin von Trockenbau München, Frau Barbara Bommer, vor mehr als 200 geladenen Gästen im Bayerischen Hof in München ihre Entscheidung, die Unternehmen in eine Stiftung zugunsten benachteiligter Kinder in Deutschland einzubringen.

Hintergrund dieser Entscheidung ist der Wunsch der Eigentümerin, die Unternehmen und die damit verbundenen Arbeitsplätze langfristig zu erhalten. Immerhin sind Trockenbau München und die anderen Unternehmen mit über 300 Mitarbeitern und Standorten in München, Frankfurt, Hamburg, Berlin, Chemnitz und Salzburg (A) überregional aufgestellt und mit Architekten und Auftraggebern gut vernetzt. Nach eigenen Angaben erwirtschaftet die Gruppe inzwischen € 100 Mio. pro Jahr und gehört damit zu den größten Ausbau-Unternehmen Deutschlands.

Gegründet wurde das Unternehmen von Hans Bommer, der 1963 so visionär war, in dem Bauen mit Gips und Gipsbauplatten eine wirtschaftliche Zukunft für sich und seine Familie zu sehen. Bedingt durch die Jahre intensiver Bautätigkeit in den 1970er Jahren gelang es ihm mit den damals noch wenigen Mitarbeitern, das Unternehmen rasch aus der Startphase in eine wirtschaftliche Prosperität zu führen.

Nachhaltig verstärkt wurden Organisation und Management mit dem Eintritt von Frau Kreidl (1965), die das Unternehmen nach dem Tod des Gründers kurzzeitig alleine erfolgreich weiterführte.

Barbara Bommer: "Das Geheimnis des Erfolges von Trockenbau München liegt in seinen Familienstrukturen. Der Gedanke der Familie war sowohl für meinen Mann als auch für mich immer von besonderer Wichtigkeit und dem Wahlspruch folgend: "Unsere Spur ist die Überholspur". Die Überzeugung, eine Familie zu sein und an einem Strang zu ziehen, hat nicht nur dazu geführt, dass unsere Mitarbeiter sich in unserem Unternehmen wohl fühlen, sondern es hat im Gegenzug auch dazu geführt, dass das Unternehmen sich in schweren Zeiten auf seine Mitarbeiter verlassen konnte. Dieses gegenseitige Vertrauen von Führung und Belegschaft ist für mich und meinen Mann das Erfolgsgeheimnis unseres Unternehmens.

Ich übertreibe deshalb nicht, wenn ich sage, mein Motto "Mein Unternehmen ist meine Familie" gilt bei Trockenbau München auch noch heute. Ich habe meine Führungskräfte auf dieses Motto verpflichtet."

In der Aufstellung als reines Trockenbau-Unternehmen war das Unternehmen lange Jahre erfolgreich. So beschäftigte das Unternehmen 1988 bereits 100 eigene Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Umsatz von € 10,5 Mio. (21 Mio. DM).

Die eigentliche Expansion des Unternehmens vollzog sich aber in den Jahren nach der politischen Wende.

Zum einen wurde das Unternehmen durch die Errichtung der oben genannten Standorte bundesweit aufgestellt und zum anderen entwickelte sich die Gruppe gleichzeitig vom reinen Trockenbau-Unternehmen zu einem Komplettanbieter im Ausbau, der das ganze Spektrum des modernen Ausbaus als Leistung "Alles aus einer Hand" anbietet.

Diese Entwicklung wurde besonders vorangetrieben als im Jahre 2000 Suitbert Nöchel als Geschäftsführer zu Trockenbau München stieß und bis Anfang 2007 die Geschäfte zusammen mit Frau Kreidl führte. Durch das unternehmerische Geschick der Verantwortlichen gelang es, die Umsätze in wenig mehr als 20 Jahren zu verzehnfachen (1988: 10,5 Mio. €; 2010: 100 Mio. €)!

Diesen Erfolg langfristig abzusichern, war nach eigenen Aussagen der Beweggrund der Eigentümerin, für die kommenden Jahrzehnte eine klare Unternehmenslinie vorzugeben. Barbara Bommer: "Ich möchte diese Entscheidung verstanden wissen als ein Signal in zwei Richtungen. Die Mitarbeiter unseres Unternehmens, die meinem Mann und mir so viele Jahre die Treue gehalten haben, bekommen jetzt die Sicherheit, dass das Unternehmen weder verkauft noch zerteilt wird. Den Partnern im Markt soll diese Entscheidung die Gewissheit signalisieren, dass die TM Gruppe ihnen weiterhin mit Langfristperspektive zur Seite steht."

In der Außendarstellung ändert sich durch die Überführung des Unternehmens in eine Stiftung sehr wenig. Um die neue Situation zu signalisieren führen Trockenbau München und die anderen Unternehmen seit Montag, den 24.1. 2011, die Bezeichnung "TM-Gruppe".

Im operativen Geschäft ändert sich überhaupt nichts. Geschäftsführer in München wird weiterhin Suitbert Nöchel sein. Alle Führungskräfte an den verschiedenen Standorten bleiben unverändert für ihre Bereiche verantwortlich.

Suitbert Nöchel: "Mitarbeiter und Führung im Unternehmen haben den Schritt von Frau Bommer einstimmig begrüßt. Denn derjenige, der weiß, dass seine Zukunft im Unternehmen gesichert ist, kann sich auf seine Aufgaben konzentrieren und muss nicht mehrgleisig denken. Das sorgt für Ruhe und Kontinuität auf alle Positionen und gibt mir den Optimismus, das Motto unseres Unternehmensgründers dahingehend aufzugreifen, dass ich behaupte: ‚Unsere Spur ist auch weiterhin die Überholspur’. Für die Zukunft möchte ich allen Mitarbeitern als neues Motto mit auf den Weg geben: ‚Fang nicht an aufzuhören und höre nicht auf anzufangen‘."

Als Nachhaltige Erinnerung erhielt jeder Gast an diesem Abend, dem Stiftungszweck folgend, ein Jahreslos der Aktion Mensch, mit dem er in den nächsten 12 Monaten jeweils monatlich bis zu 500.000 Euro gewinnen kann.

zuletzt editiert am 23. Februar 2022
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