Branche 2012-09-03T00:00:00Z Probieren geht über Studieren

Im sechsten Semester des Bachelorstudiengangs Innenausbau wickeln die angehenden Ingenieure beispielsweise im Rahmen eines Planspiels ein komplettes Bauvorhaben ab. Im Projektseminar "Projektmanagement" sind die Studierenden wie im richtigen Leben gefordert. (Foto: Hochschule Rosenheim)

Grundlage für das Planspiel im Sommersemester 2012 war der Ausbau eines vor zwei Jahren fertig gestellten Bürohauses in Konstanz. Anhand der realen Ausschreibungsunterlagen erstellten die Studierenden, die in Fünfer-Teams jeweils eine virtuelle Innenausbaufirma gründeten, je ein Angebot für die Ausbaugewerke. Nach der virtuellen Auftragsvergabe übernahmen die Dozenten Prof. Eierle und Dipl.-Ing. Arch. Steffen Rex die Rolle des Bauherrn bzw. des Architekten. Die studentischen Firmen konfrontierten sie mit praxisnahen Problemen: So zeigten beispielsweise einige Wandtafeln in Räuchereiche Farbabweichungen vom vereinbarten Muster. Hier waren die Studierenden gefordert zu reagieren, Lösungen zu finden und schließlich im Rahmen einer Baubesprechung eine entsprechende Verhandlung mit Bauherr und Architekt zu führen.

"Alles in allem fällt die Lehrform unseres Projektseminars aus dem üblichen Rahmen. Der Betreuungsaufwand ist sehr hoch: Vier Dozenten kümmern sich um 30 Studierende, mehrere 100 Briefe werden zwischen den Auftragnehmern und dem Auftraggeber elektronisch hin- und hergeschickt", so Prof. Eierle. Der große Lerneffekt und das positive Feedback von Absolventen zeigen jedoch, dass sich der Aufwand lohnt, den Ernstfall schon einmal an der Hochschule durchgespielt zu haben.

FH Rosenheim

zuletzt editiert am 23. Februar 2022
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