Eurobaustoff-Tagung-44-Teilnehmer

Branche 2015-04-14T00:00:00Z Praxisnahe Referententage

Zum achten Mal hatte der Fachbereich Bauelemente die Mitglieder der Fachgruppen Bauelemente, Holz und Trockenbau der Eurobaustoff zu den Referententagen nach Bad Nauheim eingeladen. Mit 44 Anmeldungen aus den Gesellschafterhäusern blieb kein einziger Platz unbesetzt.

Sehr zur Freude von Ludger Kölven, der die Interessenten im Namen der Kooperation begrüßte: „Die Referententage sollen zum einen unsere Gesellschafter über spezialisierte Themen informieren, zum anderen ist es uns sehr wichtig, die übergreifenden Gewerke zu verknüpfen und zu verbinden“, betonte der Fachbereichsleiter Bauelemente.

Entsprechend widmeten sich die Referenten ihren drei aufeinander aufbauenden Themen. Karl Jungblut, Schulungsleiter der Firma JELD WEN Deutschland GmbH, startete mit seinem Vortrag zu den verschiedenen Zertifizierungssystemen. So wurden die Zertifizierungsverfahren LEED, BREEAM und DGNB (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen) den Teilnehmern vorgestellt. Bei allen drei Zertifizierungsverfahren geht es um die Herausforderung des modernen Bauens unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit. Aspekte wie Reduzierung der Umweltbelastung, Herstellung der Produkte und die Lebenszykluskosten wurden den Teilnehmern vermittelt. Die weiteren Themen wurden von Peter Ertelt, Inhaber der gleichnamigen Schreinerei und unabhängiger Sachverständiger, sowie Prof. Christian Niemöller von der Rechtsanwaltskanzlei SMNG als neutrale Referenten übernommen.

Im Dialog mit Peter Ertelt ging es im praktisch bezogenen Teil um Hilfestellungen bei unterschiedlichen Reklamationen. Wann ist eine Reklamation berechtigt und wie wird eine Reklamation vom Sachverständigen ausgelegt? Ist ein Kratzer auf dem Türblatt tatsächlich eine Reklamation, wenn dieser aus 1,50 m Entfernung nicht mehr zusehen ist? Und wie vermittele ich dem Endkunden das Ergebnis. Über derartige Praxisfälle tauschten sich die Teilnehmer mit Ertelt ebenso aus wie über die Hinweispflicht in der Beratung und den Umgang mit Bauträgern im Zuge der Planungs- und Bauphase. An weiteren praktischen Beispielen dokumentierte Ertelt, wie Reklamationen im Vorfeld schon verhindert werden können bzw. im Schadensfall professionell bearbeitet werden können

Am zweiten Tag stand der juristische Part des Reklamationsmanagements auf der Tagesordnung. Die fallbezogenen Beispiele von Prof. Niemöller interessierten die Zuhörer natürlich besonders, vor allem untermauerten sie die am Vortag von Ertelt dargestellten Beispiele rechtlich. Niemöller gelang es, die Unterschiede zwischen der Garantie und der Gewährleistung oder zwischen dem Kauf- und Bauvertragsrecht für alle verständlich zu machen.

zuletzt editiert am 23. Februar 2022
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