Ein komplettes Systemhaus in modularer Leichtbauweise stellten Knauf und die TU München am 25. Februar 2015 auf dem I. Münchener Symposium „Modularisierung im Hausbau“ vor. Kernstück ist ein sogenannter „Konfigurator“ mit dessen Hilfe sich der Bauherr ein Eigenheim maßschneidern kann. Gebaut wird es dann auf einer industriellen Fertigungsanlage in Modulbauweise.
„Wenn ein Automobil in 10 Stunden gebaut wird, dann darf man für ein komplettes Haus nicht länger benötigen als 24 Std. Bis zu 60% der Kosten lassen sich sparen, wenn man Häuser so baut, wie Fahrzeuge gebaut werden. Ganz abgesehen davon, dass sich die Bauzeiten extrem verkürzen lassen.“
Dieses Statement stammt aus dem Vortrag von Prof. Horst Wildemann („Modularisierung im Hausbau – Konzept und Wirtschaftlichkeit), einem der Urheber des neuen modularen Bausystems, das Knauf zusammen mit der TU München der Öffentlichkeit auf der Veranstaltung im Februar 2015 präsentierte.
Auf der Veranstaltung in München vorgestellt wurde ein innovatives Haussystem, wie es z.B. in Amerika bereits angeboten wird. Kernstück eines solchen Systems ist ein elektronischer „Konfigurator“, mit dessen Hilfe sich der Bauherr am PC sein neues Eigenheim maßschneidern kann. Gibt er den Bauauftrag per Knopfdruck frei, wird das Haus von einem Systempartner für ihn gebaut und auf dem von ihm vorgegebenen Grundstück aufgestellt.
Bevor das soweit ist, zerlegt ein Systemrechner das Haus in Module, die einzelnen auf einer industriellen Bandstraße gefertigt und auf die Baustelle geliefert wird. Dort werden die Module lediglich zu einem Haus zusammengebaut.
Initiator dieses modularen Hauses ist Fa. Knauf, die Vorarbeit und auch Vorfinanzierung für das Haus geleistet und die auch ihre Materialkompetenz zur Verfügung gestellt hat. Knauf Geschäftsführer Manfred Grundke: „Wir brauchen in Deutschland endlich solche Innovationen, wie sie beispielsweise in Japan schon selbstverständlich sind. Wir als Knauf wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass das Bauen auch in Deutschland billiger werden kann. Wir verstehen uns hier als Ideengeber und Motor einer Entwicklung, an der wir selbst indirekt teilnehmen werden. Wir werden nicht Wettbewerber unserer Partner aus der Fertighausindustrie werden, sondern wir beschränken auf die Rolle des Materiallieferanten. Für die Abwicklung der Aufträge sind wir auf der Suche nach Partnern.“
