Lichtdesigner des Jahres beim deutschen Lichtdesign-Preis, der sich in der Fachwelt zu einem aussagekräftigen Indikator für die Qualität professioneller Lichtlösungen deutschsprachiger Planungsbüros etabliert hat, ist in diesem Jahr die Reflexion AG aus Zürich.
Lichtdesigner des Jahres beim deutschen Lichtdesign-Preis, der sich in der Fachwelt zu einem aussagekräftigen Indikator für die Qualität professioneller Lichtlösungen deutschsprachiger Planungsbüros etabliert hat, ist in diesem Jahr die Reflexion AG aus ürich. In der Gesamtwertung überzeugte das vor 16 Jahren von Thomas Mika gegründete Planungsbüro – seit 2014 Teil der Amstein + Walthert Gruppe, dem international tätigen Schweizer Marktführer im Bereich Consulting und Engineering – mit vier Nominierungen und drei Auszeichnungen. Während sich das Bergrestaurant Madrisahof in Klosters Dorf in der Kategorie Hotel/ Restaurant nicht gegen das Beleuchtungskonzept für die Lobby des Hotels Adlon, Berlin, behaupten konnte, siegte Reflexion in den Kategorien Internationales Projekt, Shop sowie Events und Messen.
Für die Collection Lambert in Avignon entwickelten die Schweizer Planer unter respektvoller Berücksichtigung des Tageslichteintrags ein Beleuchtungskonzept, das die Kunst ins rechte Licht setzt und gleichzeitig die Bestands- und Erweiterungsbauten optisch miteinander verbindet (Berger & Berger Architekten). Das Highlight ist eine nach aufwändigen Berechnungen raffiniert konstruierte Tageslichtdecke, mittels derer die Exponate in einem der Erweiterungsbauten ausschließlich durch konservatorisch bedenkenloses, diffuses Sonnenlicht beleuchtet werden.
Lichtdesigner des Jahres ist ein Jury-Preis, den die unabhängige, fachliche Autorität des Deutschen Lichtdesign-Preis jedes Jahr auf der Basis eines strengen, transparenten Punktesystems in den einzelnen Kategorien an ein herausragendes Planungsbüro vergibt. Die ehrenamtliche Jury setzt sich aus Hochschullehrern, Vertretern der Fachpresse und Branchen-Verbänden sowie seit drei Jahren – jeweils für ein Jahr – einem Lichtplaner aus dem Gewinnerkreis des Vorjahres zusammen. Gastjuror für den Deutschen Lichtdesign-Preis 2017 sind Peter Andres und sein Team.
Die Reflexion AG hat sich erst zum zweiten Mal an dem Wettbewerb beteiligt. Mit dem Beleuchtungskonzept für den Tiefenbahnhof Löwenstraße in Zürich ging sie 2016 als Gewinner in der Kategorie Verkehrsbauten hervor. Kurze Zeit später wurde das Projekt auch mit dem Schweizer Prix Lumière ausgezeichnet. Das Büro beschäftigt ca. 25 Architekten, Innenarchitekten, Lichtdesigner und Elektroingenieure, die für unterschiedlichste Beleuchtungsanforderungen interdisziplinäre Konzepte entwickeln. Mittels einer Modellwerkstatt und eines Tageslichtdoms übernimmt das Büro detaillierte Analysen und Berechnungen natürlichen und künstlichen Lichts im Objekt und ist damit auch in der Lage, seinen Bauherren die Wirkung geplanter Beleuchtungslösungen bereits vor deren Installation realitätsgetreu zu demonstrieren.
