Lafarge verkündete, dass die Gruppe in exklusive Verhandlungen mit der Etex Gruppe über den Verkauf ihres europäischen und latein-amerikanischen Gipsgeschäfts zu einem Unternehmenswert von 1 Milliarde Euro eingetreten ist.
Im Zuge dieses vorgeschlagenen Abkommens würde Lafarge rund 850 Millionen Euro erhalten sowie zusätzlich eine Beteiligung von 20 Prozent an dem neuen Unternehmen. Im Vertrag ist festgelegt, dass Lafarge seine Anteile nach 5 Jahren an die Etex Gruppe verkaufen kann.
Zum europäischen und latein-amerikanischen Lafarge Geschäftsbereich Gips zählen Hersteller von Gipsplatten sowie anderen gipsbasierten Produkten wie Putze, Spachtelmassen und Gipsblöcke. In 2010 erwirtschafteten die europäischen und latein-amerikanischen Gesellschaften einen Umsatz von insgesamt 895 Mio. Euro und ein EBITDA von 115 Mio. Euro.
Dieses Verkaufsvorhaben wird den zuständigen Behörden, insbesondere den Kartellbehörden, vorgelegt. Darüber hinaus wird es einen Informations- und Beratungsprozess mit den entsprechenden Arbeitnehmervertretern geben.
Bruno Lafont, Vorsitzender der Geschäftsführung von Lafarge, sagte: "Dieses Vorhaben generiert für die Gruppe sofortigen Cash, ermöglicht es Lafarge aber auch gleichzeitig, am zukünftigen Erfolg der neuen Gesellschaft teilzuhaben. Wir freuen uns sehr, neben der Etex Gruppe, einem starken Industrieunternehmen mit Fachkompetenz im Bereich Baustoffe und Systeme, Anteilseigner zu sein. Diese Maßnahme ist für Lafarge und seine Anteilseigner positiv und wird zur Stärkung der Bilanz der Lafarge Gruppe und Optimierung des Portfolios beitragen."
