Branche 2012-05-14T00:00:00Z Knauf Riessler: Neue Kompetenz in Oberflächen

Mit einer Mehrheitsbeteiligung engagiert sich Knauf bei der Rießler in Wolpertshausen (Landkreis Schwäbisch Hall). Das Unternehmen wird künftig als eigenständige Geschäftseinheit unter dem Namen Knauf Riessler geführt. (Foto: Knauf Riessler)

Zuvor hatten die beiden Familienunternehmen schon seit langem erfolgreich zusammengearbeitet. Auf der Basis des Werkstoffs Gipsfaser stellt das neu zusammengefügte Unternehmen der Architektur designorientierte Lösungen in bester Brandschutz- und Akustik-Qualität zur Verfügung.

Die Firma Rießler wurde im Jahr 1965 von Hubert Rießler als Schreinerei gegründet. In den Anfangsjahren spezialisierte sich das Unternehmen auf den Innenausbau öffentlicher Gebäude. Seit Mitte der 1990er-Jahre ist der Brandschutz auf Basis der Gipsfasertechnologie von Knauf ein wichtiger Schwerpunkt. Mit einem selbst entwickelten Verfahren veredelt Rießler seither hoch verdichtete und damit extrem belastbare Gipsfaserplatten, die von Knauf im nahen Satteldorf hergestellt werden. Daraus entstehen in Wolpertshausen nicht brennbare Wand- und Deckenverkleidungen. Sie kommen überall da zum Einsatz, wo hohe Anforderungen an den Brandschutz vorliegen, wie etwa in Flughäfen, Krankenhäusern, Veranstaltungsräumen oder Schulen.

Verschiedene Bearbeitungsmöglichkeiten wie Schlitzungen und Perforierungen machen den Plattenwerkstoff darüber hinaus akustisch wirksam. Neben der Nichtbrennbarkeit und Akustik ist die freie Oberflächengestaltung die dritte maßgebliche Qualität der Gipsfaser-Elemente. Mit unterschiedlichsten Veredelungsverfahren wie Lackierungen, Oberflächenstrukturierung, Beschichtungen (Echtholzfurnier, HPL/CPL und Digitaldruck) stehen fast unbegrenzte Design-Möglichkeiten zur Verfügung. Selbst hochdekorative Holzoptiken können damit in nicht brennbarer Qualität (Baustoffklasse A2) geliefert werden. Verfahren wie der Digitaldruck ermöglichen es zudem, jedes nur denkbare Bildmotiv auf die Plattenoberfläche aufzubringen.

Durch die Kooperation mit Knauf konnte Rießler in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Objekte in ganz Europa ausstatten, wie zum Beispiel den Terminal 2 am Flughafen London Heathrow. Von der jetzt erfolgten Mehr-heitsbeteiligung von Knauf erwarten sich beide Seiten großes Wachstumspotenzial nicht zuletzt auf dem europäischen Markt. Der Standort in Wolpertshausen aktuell sind dort rund 30 Mitarbeiter beschäftigt soll deshalb in den kommenden Monaten zu einem Kompetenzzentrum für Oberflächentechnologie innerhalb der Knauf Gruppe ausgebaut werden.

Die Geschäftsführung von Knauf Riessler bilden Markus Rießler, Sohn des Unternehmensgründers Hubert Rießler, sowie Ulrich Köhler, der parallel weiterhin die Geschäfte der Knauf Bauprodukte GmbH & Co. KG in Iphofen führt. Sebastian Mittnacht leitet das Marktmanagement, Philipp Cimander den Bereich Vertrieb und Marketing. Für die Produktion und den Aufbau neuer Fertigungstechnologien ist Oliver Florenske verantwortlich.

"Dem Markt bereits ab Werk fertige Oberflächen zur Verfügung zu stellen, ist für Knauf ein ganz neuer Entwicklungsschritt. Unsere Technologie verbindet individuelle Gestaltungsmöglichkeiten mit hohem Brandschutz, bester Akustik und extrem robusten Oberflächen. Das eröffnet auch Architekten und Planern völlig neue Perspektiven", erklären die beiden Geschäftsführer Markus Rießler und Ulrich Köhler.

zuletzt editiert am 23. Februar 2022
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