Nach dem Umbau präsentiert sich die Löwen-Apotheke im Fontane-Haus mit zeitlos-moderner Innenarchitektur. Die Einrichtung aus dunklem Holz sorgt für eine Atmosphäre mit hoher Aufenthaltsqualität. Zur Unterstreichung dieser Architektur ist auch das Beleuchtungskonzept sehr klar ausgelegt. (Foto: N. Kazakov)
Die ausgekleideten Wandregale im Verkaufsraum sind mit engstrahlenden Deckeneinbauleuchten in kaltweißer Lichtfarbe 4.000 K (CRI95) beleuchtet. Die Warenpräsentation wird unterstützt durch den Hell-Dunkel-Kontrast der Ware und des dunklen Holzes. Zwecks Vermeidung visuellen Ballasts war es der Conceptlicht GmbH wichtig, dass sich an der oberen Regalblende und an den Regalrückwänden keine Lichtkegel abzeichnen.
Im Bereich der Fenster mit vorgelagerten Sitzbänken sind kaltweiße Deckeneinbau-Downlights als Leselichter ergänzt. In der Achse der Verkaufstresens und Rezeptur war zur Funktionsdifferenzierung eine warmweiße Lichtfarbe mit 3.000 K geplant. Über den Verkaufstresen kommen direkt-indirekt strahlende Pendelleuchten in blendfreier Positionierung zum Einsatz. Zur Unterstützung der warmen Atmosphäre des dunkel gehaltenen Raums hellen Pendelleuchten die weiße Decke diffus mit warmweißer Lichtfarbe auf. Die durch eine Glaswand abgegrenzte Rezeptur wird arbeitsplatzbezogen mit engstrahlenden Deckeneinbauleuchten beleuchtet. Die Nische mit Regalen vor dem über die Rezeptur hinweg sichtbaren neuen Medikamenten-Automaten ist wiederum in kaltweißer Lichtfarbe umgesetzt.

Ein raumhohes, den Bezug zum Geburtshaus herstellendes Bildnis von Theodor Fontane in der Blickachse des Eingangs wurde mit einem Streiflicht betont. Zur Grundbeleuchtung des Flures und der Medikamentenauszugschränke im Durchgangsbereich zum Backoffice befindet sich eine Doppelanordnung von Downlights.
Den Planern war es wichtig, dass bei geschlossenen Auszügen keine Lichtkegel auf den Oberflächen entstehen und der Blick auf das Bildnis nicht durch Eigenleuchtdichten und Strahlung von Leuchten gestört wird.
In derselben Sichtachse auf Höhe der Tresen befindet sich ein kubisches Aktionselement, welches durch einen Schwenkstrahler in der Decke hervorgehoben wird. Die Schaufensterbeleuchtung wird mit schwenkbaren LED Spots mit 4.000K (CRI95) realisiert. Die Ausstrahlungswinkel der Einbauspots können je nach Ausstellungsobjekten durch Aufsteckoptiken angepasst werden. In den beiden gebogenen Eingangsvitrinen sind die beiden Spots aus Platzgründen starr.
Für den Apotheker gibt es drei voreingestellte Szenen für "Verkauf", "Geschlossen" und "Nachtdienst". Alle weiteren Schaltkreise sind bei Bedarf zuschaltbar. Die Schaufensterbeleuchtung läuft eigenständig mit Dämmerungsschaltung und Schaltuhr.
Lichtplanung:
Jan Nielsen, Helmut Angerer, Annette Roller
Weitere Projektbeteiligte:
Bauherr:
Nicole Conrad
Architekt/Innenarchitekt:
Glahn Architekten