Mehr Los - Eine Linie aus Licht
Foto: Moritz Gieselmann

Veranstaltungen 2017-07-05T00:00:00Z Kategorie Lichtkunst

Das Konzept für das Neugebäude für Marchtrenk, in dem das Veranstaltungszentrum und die Musikschule eine neue Herberge finden, sieht eine Linie aus Licht vor. Diese spannt sich als eine Art Klammer über die Fassade des Veranstaltungszentrums - um die Ecke - und über einen Teil der Musikschulfassade. (Foto: Moritz Gieselmann)

Die Linie wurde aus abstrahierten Wegen durch das Gebäude generiert. Durch ihr Grundleuchten und natürlich - ihre Materialität - ist sie immer sichtbar. Sie ist interaktiv mit der Innenraumbeleuchtung verknüpft. Das heißt Segmente der Linie leuchten stark, wenn im Innenraum Licht aktiviert wird.

Die Segmente entsprechen Raumgrößen im Innenraum. Die Benützung des WCs oder der Bar aktiviert eine kleines Segment, die Veranstaltungsräume ein großes, die Klassenzimmer der Musikschule mittlere. Je mehr Aktivität im Innenraum stattfindet, desto mehr Segmente der Linie werden zugeschaltet. Die Linie an der die Fassade fungiert so als eine Anzeige von Innen nach Außen. Als abstrakter Veranstaltungs- oder Aktivitätsanzeiger.

Die Linie kann mehreres bedeuten. Sie ist eine subjektive, von den uns gezogene Linie, aus den Wegen durch das Gebäude generiert mit Schleifen, Kurven, Bögen. Sie könnte auch der Weg durch Marchtrenk zum Gebäude oder vom Gebäude nach Hause sein. Sie erinnert an Statistik- oder Börsenanzeigen – in denen natürlich keine Schleifen vorkommen - aber auch an eine moderne Notation für ein Musikstück, das im Gebäude aufgeführt wird. Sie bildet ein Statement zu der reduziert gehaltenen Architektur und ist zeichenhaft, Identitätsmerkmal und Symbol.

Moritz Gieselmann
Iris Andraschek, Hubert Lobnig, Herbert Fischer

Architekt/Innenarchitekt:
Maximilian Luger, ARCHITEKTEN LUGER & MAUL ZT-GMBH

zuletzt editiert am 23. Februar 2022
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