Kern des wettbewerbsprämierten architektonischen Entwurfs von 3pass Architekt/innen Stadtplaner/innen Kusch Mayerle BDA ist ein organisch geformtes Atrium, das gleichermaßen als Herz des Gebäudes, Verkehrsfläche, Begegnungsstätte, Aula und Lichtraum wirken sollte. (Foto: Constantin Meyer Fotographie)
Die Einblendung der flankierenden Galeriewände mittels durchlaufend montierter, verdeckter Streiflichtprofile durch Licht Kunst Licht macht den Raum aus allen Blickrichtungen erlebbar.
Organisch geformte Aussparungen in den Unterzügen der Atriumsgalerien sind mit sogenannten „Plomben“ verfüllt. Diese Holzkorpusse mit runden Ausschnitten nehmen justierbare Stromschienen-Strahler auf. Sie erhellen die Grundfläche des Atriums sowie die Treppen blendfrei und kontrastreich.
Offene Lernzonen bilden teilprivate Nischen in den Galerien des Atriums. Diese sind teilweise mit aufwendig gestalteten Multifunktionsmöbeln (Keggenhoff & Partner) ausgestattet, die geschickt von den Deckeinbauleuchten umflossen werden.
Die Klassenräume werden mit durchlaufenden, schlanken Lichtlinien beleuchtet. Den polygonalen Fassadenumrissen in drei Spuren folgend erhellen sie die Klassenräume gleichmäßig und blendfrei. Die Lichtspur folgt allen Richtungsänderungen mit bis in die Ecken beleuchteten Gehrungen. So sind die Lichtlinien als räumlich gestaffelte Umrisse auch aus dem Außenraum ablesbar.

Das Café im Erdgeschoss präsentiert sich mit seinen gestaffelten Deckenfeldern aus Holz, die sich durch LED Licht optisch voneinander lösen. Die funktionale Raumbeleuchtung erfolgt aus Einbaurichtstrahlern, die durch ihre Bauform die Deckenneigung ausgleichen und zugleich konzentriertes, brillantes Licht auf die Cafétische aufbringen.
In der Bibliothek erfolgt die vom Innenarchitekturbüro Keggenhoff geplante Regal-Beleuchtung gänzlich aus der Möblierung heraus. Erst im Randbereich, entlang der großzügigen Fassadenverglasung, erfolgt die Ausleuchtung der Leseplätze wieder aus Downlights in einer Heradesign-Decke.
Die Fluchttreppenhäuser werden aus LED-Lichtleisten in Sichtbetonaussparungen beleuchtet. Auf der Treppenunterseite bilden die Lichtlinien ein unterbrechungsfreies lichtgraphisches sowie hoch-funktionales Element. Entlang der Stirnwände der Podeste sind die Lichtlinien weitgehend versteckt und belegen gestalteten Wände mit Streiflicht.
Die Lichtstelen der Außenbeleuchtung nehmen einen gebührenden Abstand zur Fassade ein. Sitzbänke enthalten Streiflicht für die fassadennahen Wege und ausgewählte Bäume werden aus dem Boden heraus blendfrei angestrahlt.
Lichtplanung:
Stephanie Grosse-Brockhoff, Shan Jiang, Lisa Görke
Weitere Projektbeteiligte:
Bauherr:
Erzbistum Köln Generalvikariat, Referat Bau
Architekt/Innenarchitekt:
3pass Architekt/innen Stadtplaner/innen Kusch Mayerle BDA|Keggenhoff & Partner name
Elektroplanung:
Ingenieurbüro Heiming Energie- und Gebäudetechnik