Branche 2012-04-30T00:00:00Z Kaefer’s Mission 2011/2012 in der Antarktis gesund und erfolgreich abgeschlossen

Nach fünf Monaten Bauzeit wird die indische Forschungsstation Bharati in Betrieb genommen 48-köpfiges Kaefer Construction-Team wieder wohlbehalten zurück aus dem Eis.

Es ist geschafft: Nach gut fünf Monaten Bauzeit steht die neue indische Forschungsstation Bharati nun in der Ostantarktis. Eine außergewöhnliche Leistung des 48-köpfigen KAEFER-Teams, das die Station unter extremen Klima- und Umweltbedingungen auf den Larsemann Hills gebaut hat. Rechtzeitig zu Beginn des antarktischen Winters wurde die Polarstation von den Forschern des indischen National Centre of Antarctic and Ocean Research in Betrieb genommen.

"So spannende und herausfordernde Projekte wie Bharati erlebt man nicht alle Tage", so Sabine Manig, Geschäftsführerin der KAEFER Construction GmbH. "An einem Ort, wo es vorher nichts außer Schnee, Eis und Felsgestein gab, ist eine der modernsten und energieeffizientesten Polarstationen der Antarktis entstanden. Darauf sind wir sehr stolz." Die futuristisch anmutende Polarstation ist 50 Meter lang, 30 Meter breit, 12 Meter hoch und wurde auf zwei Meter hohen Stahlstützen errichtet. Aufbauend auf der Entwurfsplanung war KAEFER für Statik, Ausführungsplanung, Konstruktion, Fassade und den kompletten Ausbau der Station, inklusive der Möblierung der Wohn- und Arbeitscontainer, verantwortlich. Hinzu kam der Aufbau der teilweise vorgefertigten Module in einem engen Zeitfenster während des antarktischen Sommers.

Das Projekt stellte in jeder Hinsicht eine große Herausforderung dar. Zwischen Auftragsvergabe und Inbetriebnahme vergingen gerade mal zwölf Monate. In dieser Zeit wurden alle 134 Container der Station im Duisburger Hafen ausgestattet und teilfertig vormontiert und über Antwerpen sowie Kapstadt in die Antarktis verschifft. Vom Baukran bis zur letzten Schraube musste alles an den Südpol transportiert werden. Nichts durfte in den rund 200 Materialcontainern fehlen oder vor Ort verloren gehen, denn während der Bauzeit für Nachschub zu sorgen war unmöglich.

Die Station funktioniert wie eine eigenständige Stadt, allerdings ist sie mit ca. 2.000qm und maximal 25 Einwohnern deutlich kleiner. Sie hat eine eigene Strom- und Frischwasserversorgung, Kläranlagen und drei Blockheizkraftwerke sorgen für angenehme Temperaturen auch wenn draußen der Schneesturm tobt. . Die Blockheizkraftwerke werden mit Kerosin betrieben, die einzige Möglichkeit der Energieversorgung in diesem Teil der Welt.

Im November, mit Beginn des antarktischen Sommers, startete der eigentliche Bau von Bharati. Noch war allerdings das Eis vor der Küste auch für den Eisbrecher zu dick - die ersten Container mussten per Helikopter rund 50 Kilometer auf das Festland geflogen werden. Erst später konnte der Eismeerfrachter schließlich bis an die Küste heranfahren. Danach wurde der Sommer seinem Namen gerecht und das Wetter war mit "warmen" 5°C während des gesamten Auf- und Ausbaus stabil.

Fünf Monate Arbeiten in der Antarktis für das KAEFER-Team eine schwierige Aufgabe mit besonderem Reiz. Auf den bisher unbewohnten Larsemann Hills haben sie eine der modernsten Forschungsstationen gebaut und ausgerechnet in einer der größten Weiten dieser Welt auf engstem Raum zusammen gelebt und gearbeitet. Dabei wurden sie von zahlreichen Pinguinen beobachtet, haben zu Silvester Spanferkel gegessen und an Neujahr im 6° C kalten Meerwasser gebadet. Insbesondere die Arbeit mit den indischen Projektkollegen war eine spannende und wertvolle Erfahrung für alle. "Wir waren einfach ein großes Team das partnerschaftlich an diesem einmaligen Projekt gearbeitet hat", so die KAEFER-Mannschaft nach der Rückkehr aus der Antarktis.

"Bharati war eine außergewöhnliche Projektmanagementaufgabe. Wir sind sehr stolz darauf, was unser Team in der kurzen Zeit geleistet hat und froh, dass alle gesund aus der Antarktis zurück sind", sagt Manig. "Nun geht es an die interne Projektanalyse, um möglichst viel aus den Erfahrungen zu lernen. Wir freuen uns jetzt schon auf die nächste Herausforderung in der Antarktis."

zuletzt editiert am 23. Februar 2022
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