Der Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme widmet sich ab sofort verstärkt dem Thema Innendämmung. Innendämmung ist vor allem bei denkmalgeschützten Gebäuden häufig die einzige Möglichkeit, eine energetische Sanierung durchzuführen.
Ein eigens gegründeter Arbeitskreis hat inzwischen seine Arbeit aufgenommen mit dem Ziel, "dieses anspruchsvolle Verfahren zur Steigerung der Energieeffizienz beim Verband zu etablieren und die Interessen der Mitgliedsunternehmen in Richtung Markt, Politik und Öffentlichkeit zu vertreten", so Vorstandsvorsitzender Lothar Bombös. Die Voraussetzungen hierfür sind aus mehreren Gründen gut: Etliche Hersteller von Systemen zur Innendämmung sind bereits Mitglieder des FV, weil sie auch WDVS produzieren. Und das Marktpotenzial ist beachtlich: Die gesamte Fassadenfläche, die in Deutschland noch zu dämmen ist, liegt etwa bei 1,8 Mrd. m², von denen rund 80 % mit einem WDVS versehen werden. Somit bleiben ca. 20 % (= 360 Mio. m²) als potenzielles Marktvolumen für die Innendämmung. Die Zielsetzung des neuen AK Innendämmung verdeutlicht der Leiter des Gremiums, Heiko Riggert: "Mit dem neuen Arbeitskreis wollen wir dazu beitragen, den seit Jahrzehnten bewährten Systemgedanken von der Fassadendämmung nach innen zu übertragen, um Architekten und Bauherren das nötige Bewusstsein für dieses Verfahren zu vermitteln. Bezogen auf die Innendämmung kursieren in der Branche und bei manchen Auftraggebern immer noch Bedenken in Sachen Ausführungssicherheit und Funktionalität. Diese Mythen gilt es auszuräumen."
