Das diesjährige Internationale Trockenbau forum ITF fand am 26. Und 27. September in Aschaffenburg statt. Vor vollbesetzen Rängen schlug die Veranstaltung einen Bogen von der Automobilindustrie über den Trockenbau bis hin zur großen Politik.
„Benchmarking“ nennt sich heute, was noch vor wenigen Generationen noch als „Blick über den Tellerrand“ beschrieben worden wäre. Wie geht die Automobilindustrie vor, wenn sie neue Produkte entwickeln lässt? Dies war eine der Fragen, die Prof. Lutz Fügener als Automobildesigner dem Publikum vorstellte. In seinem 40minütigen Vortrag skizzierte er vor allem das Prozessmanagement bei der Entwicklung neuer Modelle.
Vorplanung und Geschwindigkeit sind demnach das, was der Trockenbau von der Automobilindustrie lernen könnte – wenn er nicht ohnehin bereits jetzt das schnellste Gewerk am Bau wäre und ständig auf die anderen Gewerke warten müsste. Schnittstellenkoordination und Einhaltung von Qualitätsstandards (durch Nachbargewerke) bleibt daher das drängendste Problem. Nicht von ungefähr widmeten sich auch auf dieser Veranstaltung wieder mehrere Referenten diesen Fragen.
Unbestreitbarer Höhepunkt aber war das Abschlussreferat von Prof. Bert Rürup, der lange Jahre mehrere Bundesregierungen in der Rentenpolitik begleitet und immer wieder neue Rentenformeln entwickelt halt. Er versprach den Anwesenden „Fette Jahre“ und betonte, dass die wirtschaftliche Zukunft in Deutschland derzeit einzigartig sei. Aber: „Von allein geht gar nicht.“
Zwischen dem Eingangsreferat von Prof. Fügener und dem Abschlussreferat von Prof. Rürup lagen für die Teilnehmer zwei Tage intensiven Erfahrungsaustausches, wichtiger Informationsvermittlung und nicht zuletzt gastronomischer Highlights. Der Dank der Veranstalter für die gelungene Veranstaltung gebührte dem Sponsor Wego, die sowohl Räumlichkeiten als auch Personal für die Veranstaltung zur Verfügung stellte.
Die Veranstaltung in 2014 wird wieder in Salzburg stattfinden.