Die durchschnittliche Vermietungsdauer bei Gewerbe-Büroflächen ist in den vergangenen 9 Jahren von 11,4 auf 4,8 Jahre gesunken. Dadurch ergibt sich ein jährliches Potential von 40 Mio. € für Trennwände, die nach Bedarf entweder umgesetzt oder zu ganz neuen Raumsituationen umgebaut werden können.
Unter versetzbaren Trennwänden werden, im Gegensatz zu Montagewänden, vorgefertigte Wandsysteme verstanden, die durch ihren Aufbau aus Standardelementen mit geringerem Aufwand montiert und demontiert, also umgesetzt werden können. Es können dabei Elemente unterschiedlichster Abmessungen gefertigt werden und unterschiedliche Abmessungen zum Einsatz kommen. Die Grundrissausbildung erfolgt nicht mehr (wie früher) ausschließlich im rechten Winkel, Winkelstellungen sind inzwischen ebenso möglich wie Radien. Der Liefer- und Leistungsumfang beinhaltet neben der Standardwand Türzargen, Türblätter, Beschichtungen und Schrankwände. Von den Herstellern wird ein breites Spektrum an lackierten oder beschichteten Oberflächen-Varianten und -Materialien angeboten. Doch Trendsetter ist Glas.
Inzwischen werden zwischen 65 % und 75 % aller versetzbaren Trennwände mit Verglasungselementen eingebaut. Der Glasanteil reicht von in die Wand eingesetzten Fensterelementen über große Wandelemente bis hin zu wandhohen Glasscheiben. Der Glasanteil geht inzwischen soweit, dass Ganzglaswände entstehen, die durch schlanke senkrechte Metallprofile gehalten werden. Dennoch lassen sich Schallschutzwerte um 43 dB ohne Probleme erzielen.
Versetzbare Trennwände sind entweder als Schalenwände oder als Monoblockwände gebaut.
Schalenwände Schalenwände bestehen aus Unterkonstruktion, Boden-, Wand-, und Decken-Anschlussprofilen, beidseitigen oberflächigen Wandschalen und gegebenenfalls Dämmstoffen. Diese Elemente werden auf der Baustelle zur fertigen Wand montiert. Die Vorteile dieser Bauart sind das geringe Transportgewicht der Einzelteile und die einfachere Installationsführung im flächigen Bereich. Die Wandschalen sind in der Regel Holzwerkstoffe- oder Gipsbauplatten mit Oberflächenkaschierung. Ihre Befestigung an der Unterkonstruktion erfolgt im Boden- und Deckenbereich durch Einstellen in die Anschlussprofile und in vertikaler Richtung durch Klemm- oder Hutprofile, Hänge- oder Steckbeschläge. Es gibt auch Wandschalen mit Stahlblechoberfläche, die direkt auf die Unterkonstruktion aufgesteckt werden können. Je nach Ausführung sind Schalldämmwerte von 42 bis 54 dB und Feuerwiderstandsklassen bis F120 zu erreichen.
Monoblockwände Monoblockwände sind fertige Wandelemente, bestehend aus einer Unterkonstruktion und Beplankung, die einschließlich eventueller Füllung komplett zusammengebaut zur Baustelle geliefert und dort aufgebaut werden. Die leichte und schnelle Montage macht auch das Umsetzen dieser Wände entsprechend einfach. Die Führung der Installation ist auf die horizontalen Anschlussprofile, den Bandrasterbereich oder speziell vorgesehenen Trassen beschränkt.
Monoblockwände haben üblicherweise Wandschalen aus Stahlblech. Über die Decken- und Bodenschienen, die direkt am Wandelement befestigt sind, findet eine Anpassung an die jeweiligen Raumhöhen statt. Die Wandelemente werden durch Verbindungselemente, Schienen oder Klammern miteinander verbunden.