Trifft Licht auf einen absorbierenden Körper so wandelt sich ein Teil davon in Wärme um. Diese Eigenschaft machen sich sogenannte Solarfassaden zu nutze.
Die Sonneneinstrahlung kann auch im Winter bei Wänden bis zu 1000 W/m² erreichen. Dies hat zur Folge, daß sich der Wärmestrom von der Außenumgebung zum Innenraum hin umdreht und das Außenbauteil Wärme nach innen abgibt. Im Tagesmittel können Solarfassaden einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, den effektiven k-Wert gegenüber dem stationären k-Wert zu minimieren. In Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass opake "Solar-Außenwandkonstruktionen" den effektiven k-Wert gegenüber einem konventionellen Außenwandaufbau um ca. 25 % verbessern.
Solche "Solarfassaden-Außenwände" in Leichtbauweise basieren auf Unterkonstruktionen aus Holzständern, dünnwandigen kaltgeformten Stahlprofilen oder plattenförmigen Sandwichkernen.
Bei den flachen Sonnenständen im Winter kann das Licht tiefer in die Waben eindringen und die Wärmeumwandlung findet näher an der Innenwandoberfläche statt. Die sich in den Kartonwaben befindliche Luftschicht erwärmt sich und bildet ein Wärmepolster nach außen, da konvektive Wärmetransportvorgänge innerhalb der kleinzelligen Waben fast nicht auftreten. Bei den steilen Sonnenständen im Sommer verschatten die Waben sich selbst, die Wärmeumwandlung findet nur nahe an der äußeren Oberfläche statt und wird durch die konvektive Luftströmung durch den thermischen Auftrieb abgeführt.