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(Foto: Opitz)

Branche 2016-03-01T00:00:00Z Hauptverband der Deutschen Bauindustrie: 140 000 fehlen

"Wir brauchen in Deutschland bis 2020 pro Jahr mindestens 140.000 neue Mietwohnungen zusätzlich, um den zunehmenden Bedarf an kostengünstigem Wohnraum vor allem in unseren Ballungszentren zu decken." (Foto: Opitz)

"Davon allein 80.000 im sozialen Wohnungsbau. Den Gesamtbedarf schätzen wir jährlich mit 400.000 Wohnungen". Diese Auffassung vertraten der Vizepräsident Wirtschaft des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB), Dipl.-Ing. Marcus Becker, und der Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Axel Gedaschko, heute auf der gemeinsamen Veranstaltung "Serielles Bauen - vom Prototyp zur Serie" in Berlin.

Um diese wohnungsbau- wie auch sozialpolitische Herausforderung zu meistern, müssten Bau- und Wohnungswirtschaft stärker auf die Vorteile seriellen Bauens setzen. Dies heiße: In Ergänzung zur Einzelfertigung - Entwicklung von Prototypen, die deutschlandweit schnell und kostengünstig in Serie umgesetzt werden könnten.

Um die Vorteile seriellen Bauens zu nutzen, bieten sich für Becker vor allem zwei Wege an: "Zum einen können die Unternehmen der deutschen Bauindustrie in konventioneller Bauweise durch die Optimierung der Wohnungsgrundrisse mit hohem Wiederholungsgrad, verbunden mit einem verstärkten Einsatz von Fertigelementen, erhebliche Kostenvorteile erzielen". Zum anderen sieht Becker in der Modul- bzw. Systembauweise eine Alternative auch für Wohngebäude: "Auch Module können - qualitativ hochwertig, aber dennoch kostengünstig - maßgeblich zur schnellen Beseitigung von Wohnraum-Engpässen in unseren Kommunen beitragen. Dies ist möglich, weil beim systematisierten Bauen viele Teile bis hin zu ganzen Wohnmodulen industriell vorgefertigt und anschließend auf der Baustelle montiert werden. Ein hoher Wiederholungseffekt senkt die Baukosten", erläuterte Becker.

"Serielles Bauen muss zu tragbaren Kosten, aber auch in hoher Qualität erfolgen, damit der neu geschaffene Wohnraum als Bereicherung der Stadtquartiere erlebt wird. Deshalb ist die frühzeitige Kooperation von Bauwirtschaft, Planern und Wohnungsunternehmen wichtig", erklärte GdW-Präsident Gedaschko.

zuletzt editiert am 23. Februar 2022
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