Innenansicht eines Gebäudes mit großer Glasfassade, durch die Sonnenlicht einfällt und Menschen draußen sichtbar sind.
Das Mathematikgebäude der TU Berlin wird saniert und dabei zum Reallabor für die Sanierung anderer Hochschulgebäude. Ein online verfügbares Dossier sammelt alle Informationen rund um das Projekt. (Quelle: Christian Kielmann)

Bauen im Bestand 2026-06-15T08:52:02.463Z Ein Sanierungsfall wird zum Zukunftslabor

Das Reallabor „Transfor:Mathe“ zeigt am Beispiel des Mathematikgebäudes der TU Berlin, wie Hochschulbauten ressourcengerecht transformiert werden können.

Wie können Hochschulbauten angesichts von Klimakrise, Ressourcenknappheit und wachsendem Sanierungsbedarf zukunftsfähig weiterentwickelt werden? Antworten auf diese Frage gibt ein neues Dossier der Technischen Universität Berlin. Es versammelt Hintergründe, Interviews, Videos, FAQs und Impulse zur Sanierung und Zukunft des Mathematikgebäudes der TU Berlin sowie zur Transformation von Hochschulbauten insgesamt. Entstanden ist das Dossier im Rahmen des Reallabors „Transfor:Mathe“, das am Mathematikgebäude neue Wege für einen ressourcenschonenden Umgang mit dem Gebäudebestand erprobt.

Das Mathematikgebäude an der Straße des 17. Juni wurde in den 1980er Jahren nach dem Vorbild ökologischer Glashausarchitektur errichtet. Heute steht es exemplarisch für zahlreiche Hochschul-, Forschungs- und Institutsbauten in Deutschland: Die Gebäude sind häufig von erheblichem Sanierungsbedarf, hohen Energieverbräuchen und komplexen Nutzungsanforderungen geprägt. Gleichzeitig verfügen sie über große räumliche und baukulturelle Qualitäten, die es zu erhalten gilt.

 

Reallabor für die Transformation von Hochschulbauten

Seit Oktober 2025 koordiniert und begleitet das Natural Building Lab der TU Berlin das Reallabor „Transfor:Mathe“. In einem offenen, transdisziplinären Prozess arbeiten Forscher:innen, Student:innen und Praktiker:innen gemeinsam an Lösungen für die Zukunft des Gebäudes. Die entwickelten Forschungs- und Lernformate fließen sowohl in ein Sanierungskonzept für das Mathematikgebäude als auch in übertragbare Strategien für andere Hochschulbauten ein.

Im Mittelpunkt stehen suffiziente Nutzungskonzepte, minimalinvasive Low-Tech-Maßnahmen, kreislaufgerechte Materialstrategien sowie neue Betriebs- und Managementmodelle. Ziel ist es, den Ressourcenverbrauch zu reduzieren und zugleich die langfristige Nutzbarkeit bestehender Gebäude zu sichern.

Symposium bildet Ausgangspunkt für das Dossier

Wesentliche Impulse für die Inhalte des Dossiers lieferte das Fachsymposium „Re-Source Campus“, das am 27. Mai 2026 in der Kantine des Mathematikgebäudes stattfand. Dort diskutierten Vertreter:innen aus Forschung, Lehre, Planung, Gebäudebetrieb und Campusentwicklung über Strategien für die nachhaltige Weiterentwicklung von Hochschulstandorten. Die wichtigsten Themen und Erkenntnisse des Symposiums werden im Dossier aufgegriffen und vertieft.

Das Dossier ist online abrufbar unter: www.tu.berlin/news/dossiers/sanierung-hochschulbauten

zuletzt editiert am 15. Juni 2026
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