Bundesfachabteilung Akustik und Ausbau

Branche 2014-06-03T00:00:00Z Die Zeit wird knapp!

Die diesjährige Jahreshauptversammlung der Bundesfachabteilung Ausbau und Trockenbau (BFA) fand am 30. Mai 2014 am Plattensee in Ungarn statt. Zentrales Thema war natürlich die Situation nach dem 31. Mai 2014. Beschlossen wurde, Normkonstruktionen durch verbesserte Normungsanstrengungen attraktiver zu machen.

„Wer jetzt noch immer nicht begriffen hat, wie dramatisch die Situation ist, dem sei gesagt: Es bleiben nicht einmal 24 Stunden, bis die gesamte Branche im Regen steht.“ Mit diesem Appell machte einer der Teilnehmer seinem Unmut Luft. Gemeint war natürlich der Stichtag 31. Mai 2014, bis zu dem angefangene Bauvorhaben noch mit alten abP durchgeführt werden dürfen. Danach sind alle extrapolierten abP als Deckblatt-abP auf Eis gelegt. Selbstverständlich können weiterhin Normkonstruktionen gebaut werden, doch inzwischen rächt sich, dass die Normierungsarbeit in der Vergangenheit sträflich vernachlässigt wurde. Alle Beteiligten waren sich einig, dass es hier wiederum der Initiative des Verbandes bedarf, um das Versäumte rasch nachzuholen.

Eine abP-Lösung existiert

Doch die eigentliche Sensation präsentierte Sponsor B+M. Wie ein Zauberer zog Wolfgang Kristinus (B+M) stellte das vom seinem Unternehmen soeben zertifizierte neue Wandsystem aus dem Zylinder. Bei dem B+M-System handelt es sich um ein sogenanntes „halboffenes“ System, bei dem die Verwendung des Profils von Intraprofil und zum System gehöriger Schrauben obligatorisch ist. Bei den Platten und deren Zubehör kann sich der Ausbauunternehmer unter den Produkten der drei großen Anbieter bedienen, und auch im Bereich der Dämmstoffe stehen die klassischen Alternativen zur Auswahl.

„Unser neues System ist im Gegensatz zu den auf Eis gelegten abP nach den neuesten europäischen Prüfanforderungen geprüft. Wenn es eine Wandhöhe von 5 m zulässt, dann ist unser System auch in einem Prüfofen mit einer Wandhöhe von 5 m geprüft. Bei allen Prüfungen hat sich gezeigt, dass die neuen europäisch harmonisierten Prüfbedingungen in Zukunft nur noch winzige Extrapolationsspielräume zulassen.“

Das tiefe Durchatmen der anwesenden Trockenbauer war deutlich wahrnehmbar. „In einer Zeit in der unsere traditionellen Marktpartner es nicht schaffen, Transparenz herzustellen, welche ihre abP noch rechtssicher eingesetzt werden können, ist es gut zu wissen, dass wenigstens ein System im Markt zur Verfügung steht, bei dem die Rechtsicherheit seines Verwendungsnachweises außer Frage steht. Allein diese Information hat schon die Teilnahme an der Veranstaltung mehr als gerechtfertigt.

zuletzt editiert am 23. Februar 2022
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