Eine Alternative zu Fußbodenheizung oder Radiatoren sind mittlerweile Wandheizungssysteme. Seit 2001 ist das Wandheizungssystem „ClimateWall“ als Patent angemeldet. Danach ist es sukzessive weiterentwickelt und mit einer Holzfaserdämmplatte kombiniert worden.
Die Empfehlung der Energiewerkstatt Rhein-Neckar zur Fixierung und Befestigung der Module lautet, mit dem mitgelieferten Befestigungsset (Rahmendübel mit Schraube 8x120 mm) pro Modul 4 mal mechanisch zu fixieren. Die Montage der Systemdübel erfolgt oberflächenbündig. Nach der Modulmontage wird das Heizungsrohr in die Schlitze der Module eingelegt. Die Mehrschichtverbundrohre (D=16mm) sollen bündig mit der Oberkante der Module abschließen. Im Anschluss wird Kalkschamotteputz, ohne Lufteinschlüsse, in die Kanäle eingeputzt. Anschließend wird mit Putzgewebe der Grundputz fertiggestellt.
Die neu gedämmten und z.T. beheizten Wände können innen flächig entweder mit Lehmputz oder mit Kalkputz veredelt werden. Dieser Aufbau ist hoch diffusionsoffen (sofern beim Farbanstrich ebenfalls auf diffusionsoffene Materialien geachtet wird). Die Holzfaser und der Lehmputz wirken sich positiv auf das Raumklima aus, da sie Raumfeuchte aufnehmen und abgeben können, ohne an Dämmwirkung zu verlieren. Der diffusionsoffene Aufbau, auch zur Rauminnenseite, ermöglicht ein hohes Feuchteabgabepotential der Konstruktion. In städtischen, lärmbelasteten Bereichen macht sich zusätzlich die schallmindernde Wirkung des offenporigen Dämmmaterials positiv bemerkbar.
