Am 23. und 24. September 2015 fand das diesjährige Internationale Trockenbau Forum im Kongressgebäude in Würzburg statt. Vor mehr als 250 Teilnehmern referierte ein hochkarätiges Team aus Architekten und Baupraktikern über wichtige Themen der Branche: Wohnraumverdichtung durch Dachaufstockung, neue städtebauliche Konzepte und nicht zuletzt die für Fachunternehmer wichtige Aufarbeitung der Trockenbau-Normen.
Bezahlbarer Wohnraum – dieses in Politik, Bau- und Immobilienbranche allgegenwärtige Thema stand in diesem Jahr auch im Fokus des 7. internationalen trockenbau forums.
Pointierte Sichtweisen brachte hierzu der Zukunftswissenschaftler und Berater für Wirtschaft und Politik Prof. Dr. Horst Opaschowksi mit seinem Vortrag „Zukunft findet Stadt. Wie wir morgen wohnen und leben“ dem Fachpublikum nahe. Schon jetzt sei der Run auf die Städte zu spüren und werde sich so weiterentwickeln. 2030 würden 60% der Menschen in Städten leben. Diese wollten dann nicht unbedingt Eigentum erwerben, sondern bestimmte Lebensstile für bestimmte Altersabschnitte mieten. Service-Wohnen und generationsübergreifendes Wohnen würden dann immer mehr in der Stadt gefordert werden, anstatt Seniorenheime am Stadtrand. Lösungen, wie die Baubranche diesen Anforderungen gerecht werden kann, zeigten Vorträge zu den Themen Aufstockung, modulares Bauen und Nachverdichtung in Ballungsräumen.
Neben diesen baulichen Megatrends ging der Kongress auch den Fragen nach, ob neue Normen für den Trockenbau notwendig sind und wie Bauablaufstörungen vermieden werden können. Eine hochkarätig besetze und sehr lebhafte Talkrunde zum Normungsthema machte deutlich, dass alle Branchenteilnehmer dem Normungsgedanken grundsätzlich positiv gegenüber stehen.
Das interessante Programm beider Kongresstage boten Unternehmern, Herstellern, Händlern, Ausführenden, Architekten, Fachplanern und Investoren viel Gelegenheit, intensiv über die Möglichkeiten ihrer Branche für die Zukunft zu diskutieren.
Gekonnt und mit viel positiver Energie moderierte Dr. rer. pol. Thomas Welter den Kongress, die Vorträge und die Talkrunden. Nach dem großen Erfolg aus dem letzten Jahr in Salzburg durfte in diesem Jahr natürlich die Werkstatt Trockenbau und Ausbau nicht fehlen. In kurzen Vorträgen stellten einige Aussteller im Pecha-Kucha-Format ihre Neuheiten und Produkte vor.
Am Vorabend des ersten Kongresstages hatte die Knauf Gips KG in ihre Zentrale nach Iphofen zu einem gemütlichen get together mit deftiger Vesperplatte und vielfältiger Weinprobe eingeladen.
Krönender Abschluss des ersten Tages war das Kongressdinner. Mit Unterstützung der Siniat GmbH luden die Veranstalter des itf ins Vogel-Convention-Center ein. Bei sehr gutem Essen, regionalen Weinen und interessanten Gesprächen ließ man den ersten Kongresstag Revue passieren. Alfred Bircks vom Bundesverband in den Gewerken Trockenbau und Ausbau e. V. bedankte sich bei allen an der Organisation und Durchführung des itf Beteiligten für deren erfolgreiche Arbeit sowie bei der Siniat GmbH für die finanzielle Unterstützung des Kongressdinners sowie allen anderen Sponsoren. Das Gernot Dechert Trio sorgte mit Swing- und Jazz-Musik für die passende Stimmung.
