Branche 2012-11-26T00:00:00Z Bund muss mit Milliarden-Gewinn der KfW für die Zukunft vorbauen

Mit den KfW-Milliarden für die Zukunft vorbauen: Das "Verbändebündnis Wohnungsbau" der Bau- und Immobilienbranche hat davor gewarnt, die milliardenschweren Gewinne der KfW ganz oder teilweise in den Bundeshaushalt fließen zu lassen.

Bei der KfW selbst werde das Geld dringend gebraucht. So stehe derzeit kein einziger Cent Zuschussmittel für das KfW-Förderprogramm "Altersgerechtes Umbauen" zur Verfügung.Bei der KfW selbst werde das Geld dringend gebraucht. So stehe derzeit kein einziger Cent Zuschussmittel für das KfW-Förderprogramm "Altersgerechtes Umbauen" zur Verfügung. "Wenn die Bundesregierung Deutschland demografiefest machen will, dann fängt das bei den Gebäuden an. Seniorengerechte Wohnungen sind ein Muss. Ohne staatliche Anreize wird sich hier wenig tun", so die Einschätzung der Verbände. Das Eigenprogramm der KfW sieht derzeit nur Kredite vor.

Das "Verbändebündnis Wohnungsbau" übt scharfe Kritik an der Haushaltsplanung des Bundes: "2012 war schon ein ‚verlorenes Jahr’, was den altersgerechten Wohnungsbau angeht. Der Bund hatte das KfW-Programm bei den direkten Zuschüssen auf Null gesetzt. Und im kommenden Jahr soll die Förderung von seniorengerechten Wohnungen wieder leer ausgehen".

Anstatt milliardenschwere Gewinne in diesem Jahr rechnet die KfW mit einem Überschuss von knapp zwei Milliarden Euro einzustreichen und in den Bundeshaushalt umzuleiten, solle die schwarz-gelbe Regierungskoalition diese Mittel in ihrer Förderbank belassen und für Investitionen in die Zukunft einsetzen: insbesondere in die Energiewende oder in den derzeit vernachlässigten "Altersgerechten Umbau".

Das "Verbändebündnis Wohnungsbau" fordert daher von der Bundesregierung, KfW-Mittel insbesondere für das "Altersgerechte Umbauen" auch als direkte Zuschüsse bereitzustellen. Nur über eine feste Zusage in Euro und Cent könne es gelingen, gerade private Eigentümer zu bewegen, noch einmal zu investieren.

Zum "Verbändebündnis Wohnungsbau" haben sich neben dem Deutschen Mieterbund (DMB) und der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW), der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB), die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) und der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) zusammengeschlossen.

zuletzt editiert am 23. Februar 2022
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