Ein Wahlzettel wird in eine Wahlurne eingeworfen, mit dem Text "Energetische Modernisierung" und der Aufschrift "Bundestagswahl 2025".
Vier Branchenverbände haben ein Statement mit Forderungen zur kommenden Bundestagswahl versandt. (Quelle: VDPM)

AusbauNews 2024-12-17T08:30:00Z Baukonjunktur 2025: Branchenverbände stellen Forderungen zur Bundestagswahl

Der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) hat zusammen mit dem Bundesverband Ausbau und Fassade, dem Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz und dem Fachverband der Stuckateure für Ausbau und Fassade drei Forderungen an die Politik formuliert.

Ein entsprechendes Statement wurde an alle für die Branche relevanten Verantwortlichen, insbesondere an die entsprechenden Stellen in den Parteien, verschickt. Die vier Branchenverbände fordern von der neuen Bundesregierung, die richtigen Weichen für eine Wiederbelebung der Bautätigkeit, der energetischen Modernisierung und für deutlich mehr Investitionsbereitschaft in die Baubranche zu stellen. Nur so werde die Wertschöpfungskette Bau mit ihren mehr als drei Millionen Beschäftigten in die Lage versetzt, ihren Beitrag zu Lebensqualität, sozialem Frieden und wirtschaftlicher Prosperität dauerhaft zu leisten und die nächsten Schritte auf dem Weg in eine klimaneutrale Branchenzukunft zu gehen. Dafür müssten die Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass industrielle Wertschöpfung am Standort Deutschland erhalten bleibt.  

Das sind die Forderungen:   

  • Modernisierungsoffensive starten!

    Um eine Modernisierungswelle im Gebäudesektor anzustoßen, sollten die Fördersätze für Maßnahmen an der Gebäudehülle dauerhaft erhöht und die Effizienzhausförderung EH 100 wieder eingeführt werden. Bestehende steuerliche Sanierungshemmnisse für Vermieter sind abzubauen.

  • Investitionsanreize schaffen!

    Private Investitionen müssen stärker angereizt werden. Hierzu könnten die attraktiveren Abschreibungsbedingungen im Mietwohnungsbau bis auf Weiteres entfristet und um zusätzliche Anreize ergänzt werden.

  • Förderung attraktiver gestalten!

    Die bestehenden Förderprogramme für den Neubau sind zu einem breit angelegten, attraktiven Programm zusammenzufassen. Die Fördersätze sind so zu gestalten, dass eine mehrjährige Finanzierung gesichert ist und die Förderung einen substanziellen Beitrag für eine gleichmäßig wachsende Baunachfrage sicherstellt.

Lars Jope, VDPM-Hauptgeschäftsführer, erläutert, warum diese Forderungen von der Baustoffindustrie gestellt werden: „Deutschland befindet sich aktuell in einer komplexen Baukrise, die durch verschiedene Faktoren ausgelöst wurde und weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Branche hat. Die drei Produktsparten, die der VDPM repräsentiert – Werkmörtel, pastöse Produkte und WDVS – haben einen historischen Absatzeinbruch erfahren. Energetische Modernisierungsmaßnahmen werden weiterhin nicht angegangen bzw. verschoben. Die Neubaunachfrage ist erwartungsgemäß auf einem Tiefpunkt. Um die selbstgesteckten bau- und klimapolitischen Ziele noch erreichen zu können, bedarf nun es gezielter und umfassender Maßnahmen der neuen Bundesregierung zur Unterstützung der Branche!“

zuletzt editiert am 17. Dezember 2024
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