Die deutsche Bauindustrie

Branche 2014-03-25T00:00:00Z Bauhauptgewerbe im Januar 2014

Die deutsche Bauwirtschaft ist gut in das Jahr 2014 gestartet: Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, lag der baugewerbliche Umsatz im Bauhauptgewerbe im Januar nominal um 21,8 % über den entsprechenden Vorjahreswert.

Aufgrund der milden Witterung fiel die Winterpause aus; die Bauun­ter­nehmen konnten durcharbeiten und die hohen Bestände abarbeiten. Allein die Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten gingen mit einem Auftragsbestand von 25,4 Mrd. Euro in das neue Jahr, 9,6 % mehr als Anfang 2013 und der höchste Wert zum Jah­resstart seit 1999. Die gute Umsatzentwicklung ist aber zu einem guten Teil auf einen statistischen (Basis-)Effekt zurückzuführen: Der harte Winter im vergan­genen Jahr hatte im Januar 2013 zu einem Umsatzeinbruch von 11 % geführt.

Für die kommenden Monate ist die Branche nach wie vor gut aufgestellt - die Nachfrage nach Bauleistungen ist weiter hoch: Die Bauunternehmen meldeten für den Januar einen Anstieg des Auftragseingangs von nominal 12,3 % (real: + 10,6 %). Allerdings profitierten von dieser Entwicklung nicht alle Bundesländer - für sechs, darunter z.B. Hessen, wurden zweistellige Rückgänge ausge­wiesen. Unter diesem Gesichtspunkt appelliert der Hauptverband an die IG BAU, bei ihren Lohnfor­derungen die unterschiedliche regionale baukonjunk­turelle Entwicklung zu berücksichtigen. Die veröffentlichten Konjunkturdaten spiegeln immer nur die Entwicklung der Branche im Durchschnitt wider, ein­zelne Unternehmen oder sogar ganze Regionen profieren entweder nur unter­durchschnittlich oder sogar gar nicht von dieser Entwicklung - überzogene Lohnerhöhungen können dann schnell existenzgefährdend sein.

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes. Auch im Internet abrufbar: www.bauindustrie.de

zuletzt editiert am 23. Februar 2022
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