Branche 2012-11-19T00:00:00Z Baugewerbetag zog 600 Menschen an

Der Deutsche Baugewerbetag 2012 war ein voller Erfolg, wie die rund 600 Teilnehmer der zentralen Veranstaltung belegen. Zwei wichtige Gründe dafür waren sicherlich auch Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier, die als Hauptredner dabei waren.

Am 8. November 2012 kam Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel nach 2005 zum zweiten Mal zum Deutschen Baugewerbetag. Seit Langem wurde diesem Ereignis entgegengefiebert. "Wir fühlen uns sehr geehrt, dass Sie ein weiteres Mal am Baugewerbetag teilnehmen", begrüßte ZDB-Präsident Dr. Hans-Hartwig Loewenstein die Bundeskanzlerin.

Der Veranstaltungssaal im Steigenberger Hotel in Berlin war bis auf den letzten Platz besetzt, so dass rund 600 Teilnehmer die Rede der Kanzlerin verfolgten. Anschließend gratulierte sie dem Nationalteam des Deutschen Baugewerbes zu den Erfolgen bei der Berufseuropameisterschaft "EuroSkills 2012", die Anfang Oktober im belgischen Spa-Franchorchamps stattfand.

Kanzlerin Merkel zeigte sich beeindruckt von den Triumphen des Teams und freute sich über deren Geschenk. Das Nationalteam überreichte der Kanzlerin ein von allen Teammitgliedern unterzeichnetes Mannschafts-T-Shirt, das mit "A. Merkel" bestickt war.

Frank-Walter Steinmeier, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, war der zweite Hauptredner an diesem Tag. Er konnte durch seine überaus guten rhetorischen Fähigkeiten auch so manchen Nicht-SPD-Wähler als interessierten Zuhörer für sich gewinnen.

Am 7. November fand der Obermeistertag vor einer Rekord-Kulisse statt: Annähernd 250 Obermeister aus dem gesamten Bundesgebiet waren in die Bundeshauptstadt gekommen.

Positiv fiel auch das Fazit des Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, bei der Eröffnung des 5. Deutschen Obermeistertages aus. "Wir haben die Finanzmarktkrise bisher vergleichsweise stabil überstanden. Wir haben in den vergangenen Jahren wieder mehr Personal eingestellt. Die Bauwirtschaft hat ihre Rolle als Konjunkturlokomotive wieder erlangt", erklärte er.

Den Anfang der Tagung machte eine Diskussionsrunde mit dem Präsidium des ZDB. ZDB-Präsident Loewenstein und die Vizepräsidenten Walter Derwald, Wolfgang Paul und Frank Dupré nutzten die Gelegenheit, den anwesenden Obermeistern einen guten Überblick zu tarifpolitischen Fragen, Eurocodes, digitaler Tachografenpflicht oder der Aufweichung der Entsenderichtlinie zu geben.

Mit den Herausforderungen für die Bauwirtschaft, die sich aus der demografischen Entwicklung Deutschlands ergeben, befasste sich der Vortrag von Dr. Harald Michel vom Institut für angewandte Demografie aus Berlin. Er war mit Abstand ein besonderes Highlight des Obermeistertages, da es der Referent verstand, interessante aber nicht unbedingt neue Inhalte auf eine unterhaltsame und mitreißende Art und Weise rüberzubringen.

Ebenfalls am Obermeistertag erfolgte die Verleihung der Konrad-Zuse-Medaille für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Informatik im Bauwesen. Sie ging in diesem Jahr an Prof. Dr.-Ing. Manfred Helmus von der Bergischen Universität Wuppertal für seine Leistungen für RFID im Bauwesen.

Eine Diskussionsrunde über die Erfolgsfaktoren einer erfolgreichen Betriebsführung mit den beiden Bauunternehmern Rüdiger Otto (Nordrhein-Westfalen) und Karl Früh (Baden-Württemberg) sowie Vertretern einiger Sponsoren der Veranstaltung rundete den Obermeistertag 2012 ab. Unternehmer Karl Früh machte deutlich, dass Erfolg kein Zufall ist. Vielmehr muss man sich über seine Stärken bewusst sein und diese gezielt zu seinem Vorteil einsetzen.

Rüdiger Otto, Präsident der Baugewerblichen Verbände (Düsseldorf), hat sich mit seinem Leverkusener Baubetrieb auf Dienstleistungen für Privat-, Gewerbe- und Industriekunden sowie für Kommunen und Institutionen spezialisiert. Dabei setzt er gezielt auf ein umfassendes Leistungspaket, da dies immer mehr von Kunden nachgefragt wird.

zuletzt editiert am 23. Februar 2022
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