Der Frachter mit den Stationscontainern ist in der Antarktis angekommen, das Baucamp steht bereits und die Polarstation wird bis März 2012 fertiggestellt.
Nach gut zehn Monaten intensiver Planung, Arbeitsvorbereitung und Fertigung ist es nun soweit: Das Kaefer-Team ist mit allen Bauteilen und Materialien in der Antarktis angekommen und hat mit dem Aufbau der neuen indischen Forschungsstation Bharati begonnen. Fünf Monate lang lebt und arbeitet das 47-köpfige Projektteam nun auf den Larsemann Hills in der Antarktis, um die Station bis zum Ende des antarktischen Sommers im März 2012 fertig zu stellen.
Der Baustart verlief bislang optimal: Mitte November sind das Projektteam sowie Container und Stückgut sicher und bei schönstem Sonnenschein in der Antarktis angekommen. Ein Großteil der Mannschaft fuhr auf dem Eisbrecher "Vladimir Ignatjuk" bzw. mit den Containern auf dem Eismeerfrachter "Ivan Papanin", der andere Teil reiste per Flugzeug an. Mit Hilfe des Eisbrechers konnte der Frachter relativ nahe an die Küste heranfahren, so dass die Container nun vom Schiff aufs Eis gesetzt und dann mit Bulldozern bis zur Station gezogen werden können.
Auftraggeber ist das indische National Centre of Antarctic and Ocean Research (NCAOR). Die Station besteht aus 134 Containern, hat ein Gewicht von 1.000 Tonnen und wird auf ca. zwei Meter hohen Stahlstützen montiert. Vom Baukran bis zur letzten Schraube musste alles mit in die Antarktis gebracht werden, nichts darf fehlen oder verloren gehen, denn es ist nahezu unmöglich, während der Bauzeit für Nachschub zu sorgen eine große Herausforderung für alle Projektbeteiligten inklusive der Logistiker, die die Verpackung und Verschiffung von rund 200 Materialcontainern und 180 Teilen Stückgut organisiert haben.
Die Forschungsstation Bharati ist 50 Meter lang, 30 Meter breit und 12 Meter hoch. Sie hat eine Grundfläche von rund 2.000 qm und rund 4.500 qm Außenhülle. Die Station wird während des antarktischen Sommers von November bis März montiert, im April 2012 soll sie in Betrieb genommen werden. Dann werden bis zu 25 Menschen gleichzeitig in der Station leben und arbeiten können.