Branche 2013-01-21T00:00:00Z BAU 2013: Noch internationaler, noch professioneller, noch innovativer

Die BAU, Weltleitmesse für Architektur, Materialien, Systeme, ist noch internationaler, noch hochkarätiger und noch professioneller geworden. Auf diesen Nenner lassen sich 6 erfolgreiche Messetage bringen, die der Branchenplattform Nr. 1 erneut volle Hallen mit begeisterten Ausstellern und Besuchern gebracht haben.

Trotz widriger Witterungsverhältnisse mit schneebedeckten Straßen und Flugausfällen kamen wieder über 235.000 Fachbesucher nach München, damit wurde erneut der Rekordwert von 2011 erreicht. Bei den internationalen Besuchern wurde erstmals die Marke von 60.000 übertroffen. Starke Zuwächse gab es aus Russland (2.920 Besucher), China (1.091) und Japan (750). Die BAU legte qualitativ noch einmal zu, sowohl hinsichtlich der Standarchitektur und Produktinszenierung als auch bezüglich der Qualität der Fachbesucher. Ihren Ruf als "Architektenmesse" machte die BAU auch diesmal alle Ehre. Erneut kamen rund 50.000 Besucher aus Architektur- und Planungsbüros.

Messe-Geschäftsführer Reinhard Pfeiffer sieht die BAU auf Erfolgskurs: "Die BAU hat die in die Messe gesetzten Erwartungen erfüllt. Mit 50.000 Architekten und Planern ist sie dem Anspruch als Architekturmesse gerecht geworden. Die zufriedenen Aussteller freuten sich aber auch über die gestiegene Internationalität der Fachbesucher. Der Zuwachs ist dabei Ländern außerhalb der EU wie Russland oder China zu verdanken.

Der Ruf der BAU als Weltleitmesse der Branche gründet nicht zuletzt auf den architektonisch hochwertigen Standbauten vieler Aussteller, das zeigte sich noch nie so deutlich wie auf der BAU 2013. Spektakuläre Standbauten, randvolle Messehallen, nonstop intensive Fachgespräche an den Messeständen und bestens informierte Kunden, die maßgeschneiderte Lösungen für ganz bestimmte Projekte suchen - diese Eindrücke bleiben in Erinnerung und erklären den nachhaltigen Erfolg der BAU. Auf 180.000 Quadratmetern Hallenfläche präsentierten sich 2.060 Aussteller aus 41 Ländern, darunter das Who-is-Who der Material-, Bauelemente- und Systemhersteller.

Dass sich die BAU mittlerweile zum absoluten "Hot-Spot" für Architekten aus aller Welt entwickelt hat, zeigte sich mehr als deutlich an dem Aufgebot von Stararchitekten, die diesmal auf der BAU zu Gast waren. Daniel Libeskind, nach dessen Entwurf derzeit das "One World Trade Center" gebaut wird, reiste aus New York an und traf sich auf der BAU mit seinen nicht minder prominenten Kollegen Christoph Ingenhoven, Juhani Pallasmaa, Mario Cucinella, Andrei Borkov und Jean-Michel Jaspers. Zu den Highlights der BAU 2013 gehörte ganz sicher die Talkrunde der sechs renommierten Architekten zum Thema Nachhaltigkeit. Außerdem auf der BAU zu Gast: Patrik Schumacher, Hadi Teherani, Bert van Berkel, Tobias Wallisser, Stefan Behnisch und Werner Sobek.

Erneut wurden im Rahmen der BAU zahlreiche Preise verliehen, darunter der 1:1 Preis "Das erste Haus" in Kooperation mit der "Bauwelt", der WAN Product of the Year Award 2012, der AIT-Innovationspreis, der Preis für Produktinnovationen Praxis Altbau, der Preis "Auf IT gebaut Bauberufe mit Zukunft", der Baustoffmarkt-Oskar sowie der Bayerische Ingenieurpreis. Höhepunkt war sicher die Bekanntgabe der Gewinner der Archi-World-Academy, einem Wettbewerb, den die BAU gemeinsam mit dem Architekturportal Archi-World ausgeschrieben hatte. Die zwölf Gewinner, die aus weit über 1000 Bewerbern aus aller Welt ausgewählt wurden, dürfen sich über halbjährige Praktika bei internationalen Top-Architekten freuen und zeigten sich begeistert Seite an Seite mit ihren künftigen Arbeitgebern. Das große Los zog Diana Vatinyan, die von Daniel Libeskind für ein halbjähriges Praktikum in seinem New Yorker Büro ausgewählt wurde. "Was heute passiert ist, macht mich sprachlos", sagte die aus Russland stammende junge Architektin.

Eröffnet wurde die BAU 2013 von Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, der in Begleitung seines japanischen Amtskollegen Shigeru Kikukawa, Vize-Minister for Engineering Affairs, Ministry of Land, Infrastructure, Transport and Tourism, nach München reiste. Ramsauer zeigte sich zuversichtlich, dass sich die Energiewende in Deutschland "zum Exportschlager" entwickeln werde. Außerdem betonte er in diesem Zusammenhang die Bedeutung der energetischen Gebäudesanierung.

Ein Glanzlicht im Rahmen der BAU war erneut die Lange Nacht der Architektur. Mit mehr als 20.000 Besuchern übertraf sie nochmals deutlich die ohnehin eindrucksvolle Premiere vor zwei Jahren.

Die nächste BAU findet vom 19. bis 24. Januar 2015 auf dem Gelände der Messe München statt.

zuletzt editiert am 23. Februar 2022
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