Vor der grandiosen Kulisse des Ferstel-Palastes in Wien fand am 10. November 2017 die diesjährige Preisverleihung des B+M Award statt. Ausgezeichnet wurden Ausbauunternehmer aus Deutschland und Österreich in sechs Kategorien. Das Niveau der eingereichten Objekte war hoch. (Foto: TA)
„Gemeinsamkeit“ heißt die zentrale Idee des B+M Awards, der in diesem Jahr bereits zum dritten Mal verliehen wurde. Gemeinsamkeit bedeutet zum einen den gemeinsamen Auftritt von Händler und Fachunternehmer. Gemeinsamkeit bedeutet aber auch, dass die Kategorien so angelegt wurden, dass jeder Fachunternehmer in der Branche eine Chance („Unternehmen unter 10 Personen“, „Unternehmen über 10 Beschäftigte“) auf einen Preis hatte. Gemeinsamkeit bedeutet schließlich auch, dass Menschen durch den Award in den Genuss einer Leistung gekommen sind, die selbst gar nicht am Wettbewerb teilgenommen haben. (Sie profitierten von den Preisträgern in der Kategorie „soziale Projekte“.) Und nicht zuletzt flossen alle Preisgelder einem sozialen Zweck zu, den der Preisträger vorher bestimmen durfte.
Der B+M Award wurde 2017 zum dritten Mal durchgeführt. Verliehen wurden Preise in sechs Kategorien. Neben den oben bereits erwähnten gab es noch Auszeichnungen in den Kategorien „Bauelemente“ „Deckengestaltung“ und „holzgestützte Bauweisen“. Insgesamt eingereicht wurden über 100 Objekte, so dass es für die Jury (zwei Architekten, zwei Techniker) nicht einfach war, unter den vielen gleichwertigen Objekten die Haaresbreite zu finden, die das eine Objekt zum Sieger und das andere zum Platzierten machte.

Unter den Gewinnern waren auch in diesem Jahr bekannte Gesichter der deutschen Branche. So gewann die Fa. Drytec aus Seelze den begehrten Preis in der Kategorie „Bauelemente“ für eine Sonderkonstruktion, bei der Komplettverglasungen und schwere Türen in einem Raumelement zu einer Einheit verbaut werden mussten. Weiterhin gewann die Fa. Germerott aus Hannover den Preis in der Kategorie „Deckengestaltung“ mit der Akustikdecke einer Kirche, bei der im Vorfeld zahlreiche Versuche im Probenraum des Trockenbaunehmens nötig waren. Zwei andere deutsche Wettbewerbsbeiträge hätten es verdient gehabt, ausgezeichnet zu werden, doch es fehlte offensichtlich die benötigte Haaresbreite an Glück.

„Wir sind besonders stolz auf unseren B + M Award. Er ist der Branchenwettbewerb, bei dem es nicht auf den Hersteller des Materials ankommt; unser Wettbewerb ist produktneutral. Und es kommt auch nicht auf die Unternehmensgröße an; kleine Unternehmen haben die gleichen Chancen wie große. Und es kommt auch nicht auf die Architektur an; in der Jurysitzung sorgen Dr. Kristinus und ich als „stiller Beirat“ dafür, dass die Qualität der Bauleistung und nicht die der Planung über Sieg oder Platz entscheidet.“
Die Zahl und die Qualität der eingereichten Wettbewerbsbeiträge haben deutlich gemacht, dass der B+M Award trotz starker Konkurrenz ein eigenes Profil gewonnen hat. So war es denn kein Zufall, dass einer der Teilnehmer diesem gestiegenen Niveau der Veranstaltung mit der Bemerkung kommentierte: „Wenn man nicht irgendetwas Ungewöhnliches zu bieten hat, ist man chancenlos.“