Im dritten Quartal 2011 erzielten die Unternehmen des Bauhauptgewerbes baugewerbliche Umsätze im Wert von 25 Milliarden Euro und damit eine Umsatzsteigerung von 8 Prozent. Weniger spektakulär als im ersten Halbjahr, aber dafür konstant. Wie sich die Umsätze, Auftragseingänge und Bestände im dritten Quartal 2011 entwickelt haben?
Im Wohnungsbau (+13 Prozent) und im gewerblichen Hochbau (+14 Prozent) standen die Zeichen im dritten Quartal P2011 weiterhin auf Umsatzwachstum. Im Wohnungsbau ernteten die Betriebe die Früchte der positiven Genehmigungsentwicklungen der Vormonate: Ermutigt durch das niedrige Zinsniveau stürzten sich zahlreiche Bauherren in das Abenteuer Neubau.
Im gewerblichen Hochbau sind die Neubaugenehmigungen in den Vormonaten weniger stark angestiegen, daher dürfte der Umsatzanstieg der Bauunternehmen in diesem Sektor hauptsächlich auf Baumaßnahmen in bestehenden Gebäuden fußen. Vermutlich vor allem durch Aufträge aus dem verarbeiteten Gewerbe, wo die positive Entwicklung im ersten Halbjahr lange aufgeschobene Investitionen in den Gebäudebestand ermöglichten.
In die entgegengesetzte Richtung verfestigte sich die Entwicklung im öffentlichen Hochbau, nämlich nach unten. Durch das allmähliche Wegfallen der Sondereffekte, die das Konjunkturpaket II dem Sektor gebracht hatte, sank der Umsatz um -6 Prozent unter das Niveau des Vorjahreszeitraums. Erste Zahlen für Oktober und November deuten auch im vierten Quartal eine Fortsetzung der guten Entwicklung in der gesamten Baubranche an. Ob im Jahr 2012 die Umsatzentwicklung weiterhin so erfreulich für die Bauunternehmen verläuft, wird vornehmlich von der Entwicklung des Modernisierungsmarkts abhängen, der derzeit erstmals seit Jahren ins Stocken geraten könnte. Momentan blicken die Bauunternehmen aber weiterhin positiv in die Zukunft, wie z. B. das ifo-Geschäftsklima für Januar zeigt.