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Wego investiert in Flotte und Standorte

Mit Fokussierung aufs Kerngeschäft und gezielten Investitionen will die Wego Systembaustoffe GmbH zukünftig weitere Marktanteile gewinnen. Im Gespräch mit T+A erläuterte Geschäftsführer Andreas Krebs (Vertrieb, Marketing) die neue Vertriebsoffensive.

Wego Geschäftsführung
Wego Geschäftsführung (v.l.): Andreas Krebs, Jessica Schwarz und Ronald Hoozemans (Vorsitzender).
Foto: Wego/Vti

Die wichtigsten Pfeiler der neuen Vertriebsstrategie seien dabei Regionalität und das Bekenntnis zum Spezialistentum. „Wir verstehen uns als Vernetzer der Branche“, sagt Andreas Krebs. „Unser Anspruch ist es, die Bedürfnisse unserer Kunden von A bis Z zu verstehen. Gleichzeitig suchen wir aber auch verstärkt den Schulterschluss mit der Industrie. Ziel ist es, gemeinsam mit unseren Partnern Wachstumsmärkte, wie etwa den privaten Wohnungsbau, weiter zu erschließen.“

Mit klugem Sortimentsmanagement, aber auch mit gezielten Akquisitionen will Wego/Vti in den nächsten Jahren die Segmente Technische Isolierung, Trockenbau, Dämmstoffe sowie Boden-, Brandschutz- und Fassadensysteme weiter erschließen und eine führende Stellung  ausbauen.

Investitionen in Standorte sollen die Flächenpräsenz stärken. Kurzfristig wird etwa in Suhl bei Erfurt ein neuer Express-Standort entstehen. Geplant ist außerdem eine Erneuerung der LKW-Flotte sowie ein Ausbau der Hochlogistik. Nach erfolgreicher Pilotphase soll 2022 zudem die Anzahl der verfügbaren Wego Thermoblower, einer mobilen Maschinenlösung für den Einbau von Dämmausgleich unter Estrich, erhöht werden. Ausgleich- und Dämmschicht werden damit in einem Arbeitsgang eingebracht. Zusätzlich sorgt eine extreme Frühfestigung für eine schnellere Belegreife. Estrichleger profitieren von einer deutlichen Zeitersparnis.

Bei der Fahrtenplanung legt Wego/Vti Wert auf einen verantwortungsvollen Umgang mit seiner Flotte. „Wir haben neue Konzepte entwickelt, mit denen sich Wegstrecken optimieren lassen. Dies geht mitunter zu Lasten eines höheren Lagerbestands, zahlt aber mittelfristig auf die Klimaziele ein“, sagt Andreas Krebs.

Fuhrpark der Wego
Der Fuhrpark der Wego wird 2021 durch 23 neue LKW ergänzt.
Foto: Wego/Vti

Die Mitarbeiter spielen für Krebs eine bedeutende Rolle in der neuen Strategie. „Wachstum beginnt immer mit der Bereitschaft zu wachsen“, so der Geschäftsführer Vertrieb und Marketing. „Unsere Strategie muss daher von allen im Unternehmen gleichermaßen getragen werden. Verbesserungsprozesse werden gemeinsam mit den Mitarbeitern angestoßen.“ Hierzu nutzt das Unternehmen verstärkt digitale Kanäle. Den Auftakt machte in diesem Jahr eine digitale Führungskräftetagung. Bereits seit 2018 ermöglicht zudem ein internes Netzwerk den direkten Austausch untereinander. „Hier findet unmittelbare Kommunikation zwischen Abteilungen statt“, sagt Andreas Krebs, „ungeachtet von Position oder Stellung im Unternehmen.“

Dem Fachkräftemangel begegnet Wego/Vti zusätzlich durch gezielten Arbeits- und Gesundheitsschutz. So sollen etwa die Läger sukzessive auf E-Gabelstapler umgestellt und so die Lärm- und Schmutzbelastung deutlich reduziert werden. Eine automatische Geschwindigkeitsregelung vermindert dabei die Gefahren durch kreuzende Fahrzeuge oder Personen. Eine flexible Regelung für mobiles Arbeiten sowie ein neues Modell zur Zeiterfassung sollen die Arbeitsbelastung senken und das Unternehmen für Bewerber attraktiv machen.

Auch bei der Kundenkommunikation schreitet die Digitalisierung voran. Die Covid-Krise hat den Ausbau digitaler Services beschleunigt. So bot Wego/Vti seinen Kunden bereits im vergangenen Jahr Online-Schulungen an. 2021 lud das Unternehmen dann erstmals zu einer digitalen Bilanzpräsentation. „Wir haben schnell in den Krisenmodus gefunden“, so Krebs. „Dennoch freuen wir uns alle auf die ersten persönlichen Events.“

Der globalen Rohstoffverknappung begegnet das Unternehmen durch erhöhte Lagerbestände. „Hier machen sich langjährige Partnerschaften bezahlt“, sagt Krebs. „Wir setzen alles daran, unser Lieferversprechen gegenüber unseren Kunden zu halten.“

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