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Von Shutdown keine Rede

Trotz Corona-Pandemie und Wirtschaftskrise hat die Eurobaustoff ein mehr als respektables 1. Halbjahr 2020 hingelegt. Das Einkaufsvolumen der Kooperation hat sich im zweistelligen Bereich verbessert. Der Trockenbau konnte allerdings nicht ganz mit den anderen Marktsegmenten mithalten.

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Foto: Eurobaustoff

„Mit einem Plus von 11,6 % gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum 2019 haben wir ein hervorragendes Ergebnis für die ersten sechs Monate erreicht“, kommentiert Dr. Eckhard Kern, Vorsitzender der Geschäftsführung, das Ergebnis.

Dass das Jahr 2020 so überaus erfolgreich verlief, hat viele Gründe. Obenan steht die allgemeine Baukonjunktur. Mangelnder Wohnraum in ganz Deutschland lässt einen Konjunktureinbruch kaum zu. Und durch die Dauer der Bauphasen werden Veränderungen erste ein bis zwei Jahre nach dem zu erwartenden Konjunktureinbruch am Bau sichtbar. „Ob und wie tiefgreifend dieser werden wird, sehen wir frühestens zum Jahreswechsel“. So Dr. Kern.

Die Situation in den einzelnen Warenbereichen der Eurobaustoff stellt sich wie folgt dar:

Dach & Fassade +10,6%

Einzelhandel +15,4 %

Fliesen +20,5 %

Hochbau + 11,7 %

Tiefbau/ Galabau +17 %

Holz/Bauelemente +8,7 %

Trockenbau/ Dämmstoffe +6,1%

Aufgrund der nach wie vor guten Auftragslage und insbesondere der Auftragsbestände aus 2019 ist die Volumenentwicklung im Segment Trockenbau gut. Die Preise bei Profilen und Gipskarton gaben leicht nach. Die leicht rückläufige Umsatzentwicklung in den Standardsortimenten Gipskarton konnte durch einen höherwertigen Produktmix kompensiert werden.
Deutlich negativ ist die Entwicklung bei Flachdachdämmstoffen. Einlagerungen zum Jahresende 2019 könnten der Grund sein, aber auch Corona-bedingte Fertigstellungsaktivitäten im Wirtschaftsbau. Während EPS und Mineralwolle im Absatzminus liegen, können sich PUE/ PIR-Dämmstoffe auf Vorjahresniveau halten – allerdings auf einem deutlich niedrigeren Preisniveau. Der Trend zu Holzweichfaser ist nach wie vor ungebrochen durch Holz- und Holzrahmenbau. Mineralwolle für den Hochbau entwickelt sich wie die Zuwächse im Wohnungsbau. Diese Situation wird in den nächsten Monaten anhalten.