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Trockenbau, Putze/WDVS setzen neue Bestmarken

Die Fachgruppen Trockenbau sowie Putze/WDVS der Handelskooperation Eurobaustoff konnten bei ihren Jahrestagungen auf ein überaus erfolgreiches Jahr 2020 zurückblicken und bleiben zuversichtlich für das laufende Jahr, was Umsatz und Geschäftsentwicklung angeht.

Knauf Gips KG
Corona-konform zeichnete die Fachgruppe Trockenbau die Knauf Gips KG zum Lieferanten des Jahres 2020 aus. Foto: Eurobaustoff

Insgesamt erzielte die Eurobaustoff mit ihren 453 Gesellschaftern ein Einkaufsvolumen von 7,4 Mrd. € und damit ein Umsatzplus, das kumuliert um 12,4 % höher als im Vorjahreszeitraum ausfällt. Auch der Warenbereich Trockenbau und Dämmstoffe blickt 2020 mit einer Zuwachsrate von 6,3 % auf einen ordentlichen Geschäftsverlauf in Deutschland zurück. Das Trockenbau-Segment zeigte dabei mit einem Plus von 7,1 % eine erfreuliche Umsatzentwicklung.

Mit dieser stabilen Entwicklung des Warenbereichs im Rücken, sieht sich die Fachgruppe Trockenbau mit ihren Spezialisten gut aufgestellt, um 2021 weiter erfolgreich zu agieren. Zumal die Fachgruppe durch drei neue Mitglieder seit Jahresbeginn Verstärkung erhält. Aus dem Süden der Republik ergänzen die Gesellschafterhäuser Veeser Bauzentrum Freiburg GmbH & Co. KG, Freiburg, und Kleinlein Bauzentrum GmbH, Waltenhofen, die Spezialisten. Aus dem Norden Deutschlands kommt die PriBa Baustoffhandel GmbH mit Sitz in Hamburg dazu.

„Die drei neuen Mitglieder bedeuten eine fachliche und regionale Verstärkung unserer Fachgruppe, über die wir uns sehr freuen“, sagt der verantwortliche Bereichsleiter Jürgen Engels. Damit besteht die Fachgruppe Trockenbau aktuell aus 35 Mitgliedern mit rund 450 Standorten. Die Spitze der Fachgruppe Trockenbau bilden weiterhin die geschäftsführende Gesellschafterin Katharina Metzger (Metzger Holding GmbH, Dortmund) und das Mitglied der Geschäftsleitung der Bauzentrum Rüppel GmbH, Arnfried Bopp.

Für Metzger und Bopp sind in der Fachgruppe weiterhin die Weiterqualifizierung der Mitarbeiter, die guten Kontakte und Bindungen zur Industrie und zu den Fachunternehmern  Erfolgsgaranten, ebenso das Leistungsportfolio der Trockenbaustandorte (Sortimentstiefe/-breite, Lager-/Baustellenlogistik, Baustellenberatung).

„Daneben können Fachunternehmer, Fachhandel und Industrie gemeinschaftlich von der rasanten Entwicklung des Holzbaus in Deutschland mit ihren Trockenbau-Lösungen partizipieren“, sagt Arnfried Bopp. Ebenso fokussiert man sich auf den bautechnischen Brandschutz im Hochbau. „Beide Geschäftsfelder bieten viel Potenzial und werden von uns gezielt vorangetrieben. Eine weitere Chance ergibt sich paradoxerweise durch die Corona-Pandemie, wie eine aktuelle Studie des Verbändebündnisses „Soziales Wohnen“ zeigt. Durch die wachsende Akzeptanz vom Homeoffice könnten freiwerdende Büros zu Wohnungen umgebaut werden. Hier sehen die Wissenschaftler bis 2025 ein Potenzial von 235.000 Wohneinheiten. Eine Umnutzung, für die insbesondere der Trockenbau prädestiniert ist“, ist sich Katharina Metzger sicher.

Parallel dazu gilt es, das Bestandsgeschäft abzusichern. „Insgesamt sind wir mit der dazu gewonnenen Schlagkraft und unseren beschriebenen Aktivitäten für das laufende Jahr verhalten optimistisch gestimmt“, sagt Engels.

Mario Mühlbauer Eurobaustoff
Mario Mühlbauer, Bereichsleiter Hochbau, geht vorsichtig optimistisch ins laufende Geschäftsjahr. Foto: Eurobaustoff

Auch die Fachgruppe Putze/WDVS/Bauchemie erzielte 2020 mit + 14 % ein außergewöhnlich gutes Ergebnis. Gemeinsam haben die 38 Mitgliedshäuser es geschafft, die Talsohle nach den öffentlichen Diskussionen um Dämmstoffe und Brandschutz zu überwinden. „Ich denke, wir haben den Turnaround bereits 2020 geschafft, wo wir im Segment WDVS mit EPS (+ 5,6 %) und Mineralwolle (+ 16,77 %) eine erfreuliche Entwicklung geschafft haben, zumal uns auch der aktuelle politische Trend zur energetischen Sanierung in die Hände spielt“, erläuterte der Bereichsleiter Hochbaue, Mario Mühlbauer die Zahlen. Bei den Dämmstoffen mit Systemen sei die Kooperation sogar stärker gewachsen als der Gesamtmarkt.

Eine Prognose abzugeben, grenze in diesen Zeiten aber an Philosophie, räumte Mühlbauer ein. Exorbitante Preissteigerungen stünden ins Haus und ob die Pandemie noch einmal einen Boom auslöse, in die eigenen vier Wände zu investieren, oder ob stattdessen die Reiseaktivitäten wiederaufgenommen würden, sei derzeit nicht abzuschätzen. „Wir planen leicht unter Vorjahr“, so der erfahrene Bereichsleiter.

Weniger Bescheidenheit wollen die Spezialisten nun in der Marktbearbeitung bei der energetischen Sanierung an den Tag legen, wenn es gilt, den politischen Trend der CO2-Reduzierung aufzugreifen und mit einer Offensive den Direktanbietern ein ordentliches Stück vom Kuchen des WDVS im Bestand abzunehmen. An schlecht gedämmtem Wohnraum mangelt es Deutschland mit einem Marktvolumen von 33 Mio. m² nicht, dabei werden bisher allerdings nur 43 % über den Handel abgewickelt.

In einer Reihe von Erfahrungsberichten und Präsentationen zeigten die Gesellschafter der Fachgruppe Putze/WDVS bei ihrer ersten Livestream-Tagung, wie nahe sie am Kunden orientiert sind. Die Fachgruppensprecher Udo Gräbel und Thomas Richter sowie Bereichsleiter Mühlbauer freuen sich dennoch bei allen anstehenden Aufgaben über das ganze Jahr auf ein persönliches Wiedersehen mit den Gesellschaftern im Dezember in Frankfurt.