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Mit Sondereffekten zum Umsatzplus

Die Handelskooperation Eurobaustoff erzielte in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres ein Umsatzplus, das kumuliert um 16 % höher als im Vorjahreszeitraum ausfällt. Damit haben die 454 Gesellschafter ein Einkaufsvolumen von 4,2 Mrd. € abgerufen.

Eurobaustoff Zentrale BN Drohne
Foto: Eurobaustoff

„Das ist für uns auf den ersten Blick ein tolles Ergebnis“, sagt Dr. Eckard Kern, Vorsitzender der Eurobaustoff Geschäftsführung, „aber wir dürfen die externen Faktoren nicht unberücksichtigt lassen, die unser Geschäft derzeit stark beeinflussen.“ Dazu zählen für Kern die derzeitigen Lieferengpässe in vielen Warenbereichen und damit verbunden auch die steigenden Preise.

„Das zweistellige Umsatzplus in den ersten sechs Monaten des Jahres ist in erster Linie getrieben durch die Preiserhöhungen anstatt durch den Mengenabsatz“, sagt denn auch Geschäftsführer Jörg Hoffmann, verantwortlich für den Bereich Finanzen. Gründe dafür gibt es laut Hartmut Möller, Geschäftsführer u.a. für Einkauf, viele: „Der Baustoffmarkt ist ein globaler. Wenn es an einer Stelle hakt, macht sich das in der Produktionskette bemerkbar. Und wenn es gleich mehrere Probleme gibt, schlägt sich das in Lieferengpässen für einen Großteil der Branche nieder.“ Ebenso sei ein gewisser Hamstereffekt feststellbar, da die Handwerker verstärkt Produkte auch auf ihr eigenes Lager legten. „Diese Lagereffekte sind nur schwer abzuschätzen, aber der Umsatz wird möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt fehlen“, sagt Möller.

Entwicklung der Warenbereiche im ersten Halbjahr 2021

Im Warenbereich Holz und Bauelemente (+ 34,8 %) spiegelt das Plus die anhaltend hohe Nachfrage an Holzbauprodukten wider. Allerdings werde sich nach Einschätzung der Eurobaustoff die Lage im zweiten Halbjahr in diesem Segment beruhigen, da der Preiszenit in vielen Holzsortimenten überschritten sei. Im Warenbereich Trockenbau/Dämmstoffe (+ 20,1 %) konnte der Trockenbau seine Position deutlich ausbauen. Aber auch hier waren erhebliche Preiserhöhungen zu verzeichnen, z.B. Trockenbauprofile: Hier hat sich der Rohstoffpreis innerhalb der letzten neun Monate verdreifacht.

Im Hochbau bleibt die Umsatzentwicklung mit einem Plus von 7 % weiterhin positiv. Allerdings kommt es im Rohbau in Teilen zu Verzögerungen, da verschiedene Materialien zur Herstellung der Bodenplatte/Keller nicht zeitnah zur Verfügung stehen.

Stabile Mengen und Umsätze für das Gesamtjahr erwartet

„Es bleibt abzuwarten, wie sich die skizzierte Entwicklung rund um die Lieferfähigkeit und das Preisniveau auf das zweite Halbjahr auswirken“, sagt Dr. Eckard Kern. Für den weiteren Jahresverlauf rechne die Eurobaustoff nach und nach mit einer Normalisierung der Lage.

„Unter dem Strich sind wir weiterhin sehr gut auf Kurs und die Baunachfrage bleibt bei einem gleichzeitig soliden Auftragspolster für die meisten Gewerke ungebrochen hoch. Für das Gesamtjahr 2021 gehen wir daher für die Eurobaustoff von einem Plus im oberen einstelligen Bereich aus. Entscheidend ist und bleibt, dass unsere Gesellschafter für die aktuellen Herausforderungen gerüstet sind und wir sie als Kooperationszentrale mit unserem Dienstleistungscampus bei vielen administrativen, vertrieblichen und zukunftsorientierten Aufgaben unterstützen können“, sagt Dr. Kern.