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Mehr Prävention am Bau

Verstärkte Präventionsmaßnahmen sollen die Beschäftigten im Baugewerbe vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 schützen. Das haben die drei Tarifvertragsparteien, der Zentralverband Deutsches Baugewerbe, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) vereinbart.

Corona - Maske -1
Foto: Antonio Cansino, Pixabay

Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) wird zukünftig im Rahmen ihrer Präventionsarbeit FFP2-Masken auf den Baustellen zur Verfügung stellen. Dafür werden direkt eine Million Masken bestellt. „Aufgrund der verschlechterten Pandemiesituation halten wir es für erforderlich, dass unsere Beschäftigte FFP2-Masken in ausreichendem Umfang zur Verfügung haben. In den Winterwochen finden mehr Sanierungen und Innenausbau statt. Viele Arbeiten verlagern sich damit in geschlossene Räume. Dazu kommt die Gefahr bei der Arbeit im Freien durch die Kälte und durch verschiedene Virus-Mutationen. Das alles führt zu einem erhöhten Ansteckungsrisiko“, erklärte der Vorsitzende der IG BAU, Robert Feiger.

Außerdem sollen der Arbeitsmedizinische Dienst der BG BAU und die Betriebsärzte regelmäßige Corona-Tests durchführen. Gleichzeitig fordern Baugewerbe, Industrie und Gewerkschaft als Sozialpartner der Bauwirtschaft die Politik auf, den Medizinischen Dienst der BG Bau und die Betriebsärzte in die gerade gestartete Impfkampagne einzubeziehen. „Angesicht von mehr als 500.000 Vorsorgeuntersuchungen, die jährlich stattfinden, wäre das ein weiterer Baustein für mehr und schnelleres Impfen, wenn der Arbeitsbezug gegeben ist“, so Reinhard Quast, Präsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe. Die BG Bau sollte darüber hinaus ihre mehrsprachige Informationskampagne um den Aspekt des verstärkten Testens wie auch um eine Werbung für das Impfen ergänzen und die Einhaltung der Corona-Regeln flächendeckend kontrollieren.

„Die Bauwirtschaft ist bisher gut durch die Corona-Pandemie gekommen. Das haben wir unseren Unternehmerinnen und Unternehmern, aber vor allem auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken, die jeden Tag aufs Neue auf den Baustellen im Einsatz sind. Damit haben wir Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit weitestgehend verhindert und sogar weitere Arbeitsplätze geschaffen. Die Bauwirtschaft ist damit zu einer wichtigen Stütze der deutschen Konjunktur geworden“, heißt es in der Erklärung des ZDB, des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie und der IG BAU