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Luftdichtheit: Anpresslatte - Überlappungen sind Schwachstellen

Klebeverbindungen an Luftdichtheitsschichten müssen mit einer Anpresslatte gesichert werden. Sie ist nach DIN 4108-7 Stand der Technik, auch wenn Hersteller-Werbung einfachere Ausführungsvarianten verspricht.

Das in Deutschland am häufigsten als Dampfbremse und Luftdichtheitsschicht eingesetzte Material ist PE-Folie (Polyethylen-Folie). Diese Folien werden vollflächig über das betreffende Bauteil verlegt, dabei lassen sich in aller Regel Folienstöße ( Überlappungen) in der Fläche nicht vermeiden. Diese Überlappungen werden mit Klebebändern (Acrylatklebern auf Papierträger) verbunden. Die Anschlüsse der Folie am begrenzenden Mauerwerk werden mit Flüssigklebern und die Durchdringungen wiederum mit Klebebändern (Acrylatkleber auf elastischem Träger) hergestellt. Diese Verbindungsstellen sind die Schwachpunkte.

Werden zwei PE-Folien miteinander verklebt und liegen die Folien nicht exakt in einer Ebene, das heißt, sie liegen unter Spannung zueinander, so findet im ersten Moment zwar eine Verklebung statt, aber aufgrund der Folienspannung löst sich das Klebeband an diesen Stellen ab. Da der Acrylatkleber nicht aushärtet, gibt er nach. Betrachtet man eine solche Stelle genauer, so sieht man im Bereich der Ablösung eine Fadenbildung des Klebestoffes.

Klebeverbindungen müssen zusätzlich mechanisch gesichert werden. Das ist eine Forderung, die auch schon in der DIN 4108 T7 gestellt wird. Verbindungen von PE-Folien untereinander sowie Anschlüsse von PE-Folien an Bauteile nur auf Klebebasis entsprechen nicht den anerkannten Regeln der Technik. Und die Garantie für das Produkt im eingebautem Zustand trägt der Verarbeiter.