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Kritik an geplanten Maßnahmen

Die Bundesvereinigung Bauwirtschaft hadert mit den geplanten Corona-Maßnahmen der Regierungskoalitionäre und fordert einen praktikablen Infektionsschutz mit Augenmaß.

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Foto: wildpixel/iStock

Zu der im Entwurf eines Infektionsschutzgesetzes der Ampelparteien erklärt der Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, Marcus Nachbauer: „Wir unterstützen die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie grundsätzlich. Auch wir treten seit Ausbruch der Pandemie für ein hohes Maß an Sicherheit für unsere Beschäftigten ein. Aber wir fordern Maßnahmen mit Augenmaß. Was bei stationären Unternehmen ggf. noch möglich ist, nämlich bei sämtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die Einhaltung der 3G-Regel zu kontrollieren, ist bei unserer nicht-stationären Branche schier unmöglich.“

Nachbauer wies darauf hin, dass man bisher mit den Testangeboten in den Unternehmen gut gefahren sei. Auch auf den Baustellen habe es keine größeren Corona-Ausbrüche gegeben. „Daher fordern wir die Beibehaltung der bisherigen Maßnahmen“, stellte Nachbauer klar.

Ebenso kritisierte Nachbauer, dass viele Maßnahmen nicht in sich schlüssig seien: „Denn nach jetzigem Recht dürfen wir unsere Arbeitnehmer nach ihrem Impfstatus nicht befragen, sollen sie aber jeden Tag kontrollieren – und das Ergebnis auch dokumentieren. Um wieviel einfacher wäre es, den Impfstatus abzufragen und zu dokumentieren, so dass nur die Ungeimpften zu kontrollieren wären?“

Und weiter: „Was soll mit den Mitarbeitern passieren, die Impfung und Test ablehnen? Denn es besteht ja keine Pflicht, sich testen zu lassen. Hier ist der Bundestag aufgefordert, den vorliegenden Gesetzentwurf während der parlamentarischen Beratungen noch entsprechend zu verbessern.“