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Kategorie Museen

Das brandenburgische Kloster Neuzelle verwahrt mit seinen Passionsdarstellungs europaweit einzigartige Kunstwerke. In 15 Szenen und 5 Bühnenbildern illustrieren sie die biblischen Ereignisse vorn Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu Christi. (Foto: Andreas Tauber, 10965 Berlin)

Museum Himmlisches Theater
Fotos: Andreas Tauber, 10965 Berlin

2010 wurde Konzeptlicht mit der Lichtplanung für das Museum beauftragt. In enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz, Restauratoren und dem Museumsplaner entwickelte man ein Lichtkonzept, das den historischen Charakter des Bauwerks unterstützt sowie alle Anforderungen an die Beleuchtung erfüllt.

Das Museum gliedert sich in zwei bauliche Abschnitte: das klosterliche Kutschstallgebäude, in dem der Empfang und eine Begleitausstellung untergebracht sind, und dem unter einem Weinberg errichteten Neubau, der durch einen zehn Meter langen Adaptionsgang erreichbar ist. Um das Auge an die dortigen niedrigen Beleuchtungsstärken zu gewöhnen, installierten die Planer in dem Gang vier indirekte Lichtlinien. Sie gewöhnen das Auge an die Dunkelheit, garantieren aber zugleich perfekt Orientierung.

Museum Himmlisches Theater 2

In der Hauptausstellung werden die Passionsdarstellungen durch kleine, diffuses Licht verbreitende LED-Strahler und -Bänder in Szene gesetzt. Sie ermöglichen es, jede Kulissenebene optimal auszuleuchten. Per Lichtsteuerung können zudem unterschiedliche Lichtszenen aufgerufen werden, u.a. eine an historische Lichtverhältnisse angelehnte, die dem Raum eine besondere Authentizität verleiht.

In enger Abstimmung mit der Museumsleitung entstanden so Stimmungsbilder, die durch unterschiedliche Lichtfarben und die Möglichkeit, Lichtstärken zu reduzieren oder zu erhöhen, individuell steuerbar sind und sich direkt auf die biblischen Darstellungen beziehen.

Konzeptlicht lighting solutions GmbH, Berlin
Gregor Sgonina, Jochen Lochner

Architekt/Innenarchitekt:
Architekturbüro Berger & Fiedler / Reinhard Meerwein, tecton GmbH