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BIG zieht positive Bilanz

Trotz Corona-Pandemie blickt der Trockenbau auf ein recht gutes Jahr 2020 zurück. Das konnte auf der Mitgliederversammlung des BIG e.V. berichtet werden, die aufgrund der aktuellen Situation erstmals per Videokonferenz stattfinden musste.

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Geschäftsführerin Dr. Bettina Schwegmann berichtete von Erfolgen.
Foto: BIG e.V.

„Auch im Lockdown arbeiten die Trockenbau- und Ausbaubetriebe weiter. Die Unternehmen haben schnell Hygienekonzepte entwickelt, um Mitarbeiter und Kunden zu schützen, “ berichtete der Vorsitzende Karl Schlichter. Die Bauwirtschaft insgesamt habe die Corona-Pandemie bislang vergleichsweise gut verkraftet und sich als Stütze der Gesamtwirtschaft gezeigt.

Auch der BIG e.V. hat sich kurzfristig auf die neue Situation eingestellt und Online-Lösungen für Arbeitskreise und Seminare organisiert, die gut angenommen wurden.

Auf der Jahresagenda des Verbandes standen die Themen Digitalisierung, Aufbau einer Datenbank für den Trockenbau und Ausbildung. Bereits Anfang des Jahres hatte der Verband eine Umfrage an seine Mitglieder versendet, um den Stellenwert der Ausbildung und den Bedarf an Verbesserungen im Bereich Trockenbau in Erfahrung zu bringen. Der Tenor nach Auswertung der Umfrage: Die Ausbildung ist für die Branche wichtig und muss inhaltlich weiterentwickelt werden. Geschäftsführerin Dr. Bettina Schwegmann berichtete von Erfolgen, die jüngst in Baden-Württemberg erreicht wurden: „In Zusammenarbeit mit dem dortigen Verband der Stuckateure, dem SAF, ist es gelungen, ab Herbst 2021 eine neue Berufsschulklasse für Trockenbaumonteure im Ausbildungszentrum in Leonberg zu errichten.“

Die strategische Positionierung des Trockenbaus stand beim Bericht der Geschäftsführerin im Fokus. Aufgrund der deutlich gestiegenen Anforderungen an die Kenntnisse und Fertigkeiten des Trockenbauers – gerade im Brandschutz, Schallschutz und beim Thema Standsicherheit – fordert der Verband eine verbindliche Mindestqualifikation für die Ausübung des Trockenbaus: „Im nächstes Schritt gilt es, gemeinsam mit allen Mitgliedern konkrete Konzepte für eine Mindestqualifikation zu erarbeiten, die von einer breiten Basis aus Partnerverbänden, Politik und Wirtschaft mitgetragen werden,“ so Schwegmann.

Wer als Betrieb mit Know-how und Geschick deutschlandweit überzeugen will, dem konnte Schwegmann ebenfalls Positives in Aussicht stellen: „Der BIG e.V. hat für 2020 erneut die Trägerschaft für den Rudolf-Müller-Sanierungspreis in der Kategorie „Ausbau“ übernommen.“ Ein Wettbewerb, der erstmals im vergangenen Jahr ausgelobt wurde und laut Schwegmann eine tolle Chance sei, dem Können und der Leistung der Branche ein passendes Podium zu bieten.

Ein weiterer Blick in die Zukunft galt dem Forum „Zukunft Trockenbau Ausbau 2021“. Es findet am 23. und 24. September 2021 in Berlin statt und wird vom Verbandsvorsitzenden Karl Schlichter mit hohen Erwartungen verknüpft: „Ich sehe das Forum als wichtigste Veranstaltung für unsere Branche. Ein Event mit interessanten, zukunftsorientierten Vorträgen, Kommunikationsständen für die Industrie und natürlichen Möglichkeiten für Netzwerkarbeit. Das ist der Branchentreff für Fachunternehmen, Hersteller, Händler und allen Interessierten im Trockenbau und Ausbau“ Ein Themenschwerpunkt des Forums, so Schlichter, sei u.a. die Nachhaltigkeit im Trockenbau und Ausbau mit Blick auf die Kreisläufe der eingesetzten Wertstoffe.